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Profi-Linie spült Apple Geld in die Kasse

20.04.2000 | 00:00 Uhr |

Dank hoher Nachfrage nach den Profi-Produkten Power Mac und Powerbook hat Apple das zweite Quartal des Finanzjahres 2000 (Januar bis März) gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr mit einer Gewinnsteigerung von 72 Prozent bei 27 Prozent Umsatzwachstum abgeschlossen. Das Unternehmen setzte 1,95 Milliarden US-Dollar (Quartal 2/99: 1,5 Milliarden) um und verzeichnete einen Gewinn von 233 Millionen US-Dollar (135 Millionen) beziehungsweise 1,28 US-Dollar pro Aktie. Weil die profitableren High-End-Modelle inzwischen einen höheren Anteil am Absatz ausmachen, stieg die Bruttogewinnspanne auf 28,2 Prozent (26 Prozent). Apple hat erneut Anteile am Prozessorhersteller ARM abgestoßen und so 73 Millionen US-Dollar verdient. Ohne diesen Betrag läge der Gewinn bei 160 Millionen US-Dollar. Jobs'Kriegskasse ist mittlerweile 3,6 Milliarden US-Dollar schwer.

1,043 Millionen Macs setzte Apple ab; das sind zwar deutlich weniger Rechner als im voran gegangenen Weihnachtsquartal (1,4 Millionen Stück), aber rund eine Viertelmillion mehr als ein Jahr zuvor. Das wichtigste Merkmal am Absatz ist der Anteil an Profi-Produkten, der mit 44 Prozent nun wieder fast die Hälfte ausmacht. Apple hat nach eigenen Angaben 350 000 Power Macs und 100 000 Powerbooks verkauft. Zahlen zu den Verkäufen der i-Produkte nannte Apple nicht, nach Macwelt-Informationen waren es 469 000 iMacs und knapp 115 000 iBooks.
Die geografische Verteilung der Absatzzahlen auf Amerika (52%), die Region Europa/Mittlerer Osten/Afrika (26%), Japan (17%) und den Asien-Pazifik-Raum (5%) hat sich kaum verändert. Bezieht man die Prozent-Anteile jedoch auf die Stückzahlen, erweist sich Europa als Klassenbester: Hier brachte Apple mit 271 180 Rechnern 36% mehr Hardware unters Volk als vor einem Jahr.

Nach Macwelt-Berechnungen entfallen auf die deutschsprachigen Länder des ehemaligen DACH-Raums gut 70 000, auf Deutschland etwa 46 000 Rechner. Unternehmensnahe Quellen erklärten gegenüber Macwelt, das Quartal 2/2000 sei für Apple Deutschland "mit das erfolgreichste in der Geschichte" gewesen.

Neben dem Quartalsergenis gab Apple-Finanzchef Fred Anderson noch bekannt, dass der Verwaltungsrat einen Aktiensplit im Verhältnis zwei zu eins beschlossen habe. lf

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