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Projekt Rhapsody endet im Herbst 1999

09.06.1998 | 00:00 Uhr |

Apple wird Rhapsody nach Erscheinen von Mac-OS X (sprich: zehn) nicht weiterentwickeln. Ken Bereskin, Leiter von Apples Betriebssystemtechnik, erklärte gegenüber der Macwelt-Schwesterpublikation Macweek, daß damit auch Apples Ausrichtung auf Openstep (heute: Yellow Box) vorüber sei: "Weder unsere Kunden noch unsere Partner aus der Softwareindustrie wollten Openstep... (auch wenn sie damit die Vorteile des Betriebssystems wie Speicherschutz und Parallelverarbeitung bekommen hätten; Anmerkung der Redaktion)". Apple setze jetzt ganz auf Mac-OS X mit Carbon, jener Programmierschnittstelle, die in weiten Teilen dem heutigen Mac-OS entspricht, doch gleichzeitig Speicherschutz und Parallelverarbeitung bringt. Rhapsody dagegen bleibe ein Serverbetriebssystem, das Apple nicht weiterentwickeln werde. Das gelte auch für die Version von Rhapsody, die auf Intel-Prozessoren laufen sollte. Allerdings will Apple die Yellow Box in Mac-OS X einbauen. Für Windows und Mac-OS 8 soll die Yellow Box als Zusatzteil erhältlich sein, der Preis steht noch nicht fest. "Wenn Mac-Entwickler auch Software für Intel-Prozessoren schreiben wollen, dann empfehlen wir die Yellow Box", sagte Bereskin. Apple werde die Yellow Box auch für Intel-Prozessoren anbieten. Es gebe keine Pläne, so Bereskin, Mac-OS X auf einem anderen Prozessor als Motorolas Power-PC-G3 umzusetzen. wm

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