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Google nimmt Datensammlung für Street View wieder auf

12.07.2010 | 07:01 Uhr |

Die Technik zum Sammeln von Daten von ungesicherten Funknetzwerken wurde aus Googles Fahrzeugen ausgebaut. Ab heute soll das Street View-Projekt in zunächst vier Länder wieder fortgesetzt werden.

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© Google

Google gab am letzten Freitag bekannt, dass in vier Ländern ab heute das Street View-Programm wieder fortgesetzt wird. Brian McClendon, ein Vizepräsident bei Google, hat in einem Blog die Datensammlung von Starßen-Ansichten in Irland, Norwegen, Schweden und Süd-Afrika angekündigt.

Datenschutzbeauftragte von mehreren Ländern hatten das Projekt auf Eis gelegt, als Google eingestand, dabei auch ungenehmigt Privatinformationen über ungesicherte Funknetzwerke aufgezeichnet zu haben. Die technische Ausrüstung zum Sammeln der Wi-Fi-Daten wurde mittlerweile aus allen Street View-Autos entfernt und Aufzeichnung soll nun ausschließlich auf Straßen-Fotos und 3D-Ansichten beschränkt sein, beteuert McClendon in den Blog .

Erst nach ausgedehnten Untersuchungen der Datenschutzbehörde der Stadt Hamburg hatte Google im Mai zugegeben, seit 2007 Adressen von Funknetzroutern und E-Mails aus ungesicherten LANs gespeichert zu haben. Das Eingeständnis löste eine Flut von Verfahren gegen Google in Ländern wie Frankreich, England, Spanien, Australien und den USA aus.

Die Datenschutzkommission von England gab bekannt, dass Google illegal handelte, sieht aber nach Googles Löschen der Daten von weiteren gesetzlichen Maßnahmen ab. Die Staatsanwaltschaft in Hamburg sieht den Fall weniger gelassen: Die Ermittlungen werden weiterhin fortgesetzt, auch wenn bisher noch keine offizielle Klage gegen Google erhoben wurde, berichtete am letzten Freitag Wilhelm Möllers, ein Pressesprecher der Stadt Hamburg.

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