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Prosieben hält an DVB-T fest

05.04.2013 | 10:10 Uhr |

Sendungen von Pro Sieben und Sat 1 gibt es auch weiterhin über das digitale Antennenfernsehen

Als RTL im Januar 2013 seinen Ausstieg aus dem digitalen Antennenfernsehen verkündete, war die Befürchtung groß, das auch andere private Sendeanstalten nachziehen könnten. Nun gaben jedoch die Prosieben-Sat1-Gruppe und Media Broadcast bekannt , bis 2018 an DVB-T festzuhalten, damit den Zuschauern auch künftig sämtliche Empfangsoptionen offen stehen.
 
RTL begründete seinen Ausstieg damit, dass das Senden über DVB-T nicht wirtschaftlich ertragsfähig sei. Die Kosten für die Sendeanstalten seien 30mal höher als die Übertragung per Satellit, der Marktanteil betrage jedoch nur 4,2 Prozent des Gesamtmarktanteils.

Alternativen zu DVB-T

Ab 2014 bleibt der Bildschirm bei RTL über das digitale Antennenfernsehen schwarz. Ob Apps, Internetfernsehen, Kabel oder Satellit - hier finden Sie Alternativen zu DVB-T .


Die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender wie ARD und ZDF wollen weiterhin an DVB-T festhalten. Während die Abdeckung dort bundesweit recht gut ist, ist der Empfang von privaten Sendern über DVB-T vorwiegend auf Ballungsräume beschränkt. Laut Digitalisierungsbericht 2012 nutzen gerade einmal 12,5 Prozent der deutschen Haushalte DVB-T für den heimischen Fernsehempfang.

Der Vorteil von DVB-T besteht darin, dass außer der Rundfunkgebühr keine weiteren Kosten anfallen. Der Nachteil: HD-Fernsehen ist nicht möglich. Außerdem ist die Bildqualität sehr störanfällig. DVB-T ist aber für den Fernsehempfang für unterwegs auf Tablets oder Notebooks bedeutsam.

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