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AT&T muss um Exklusivrechte für iPhone fürchten

30.06.2010 | 07:29 Uhr |

Das Ende für das iPhone-Monopol in den USA scheint nahe.

Nach Informationen der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg vom Dienstag wird ab Januar neben dem bisherigen Mobilfunk-Betreiber AT&T auch dessen Erzrivale Verizon Wireless das Kulthandy anbieten.

Damit würde Apple auch in den USA mit einer Regel brechen: Dass pro Land nur ein Anbieter das iPhone vertreiben darf. In Deutschland ist das die Telekom. In den meisten Ländern, in denen Apple das iPhone anbietet, kommen bereits mehrere Provider zum Zug. Mit der ursprünglichen Beschränkung wollte Apple den Markt kontrollieren und nahm dabei langsameres Wachstum in Kauf. In einigen europäischen Ländern wie Frankreich, Italien, Belgien und Griechenland konnte Apple aufgrund gesetzlicher Beschränkungen diese Strategie jedoch von Anfang an nicht verfolgen und musste das Handy auch ohne Provider-Bindung anbieten.

Apple hatte erst jüngst die vierte Version seines Verkaufsschlagers herausgebracht. Alleine in den ersten drei Tagen gingen mehr als 1,7 Millionen Geräte über den Tresen - niemals zuvor war ein Apple-Produkt derart eingeschlagen. Doch insbesondere Google mit seinem Handy-Betriebssystem Android sitzt Apple im Nacken.

Die Spekulationen um Verizon und das iPhone sind nicht neu. Sie erhalten vor allem durch die schlechte Verbindungsqualität von AT&T immer neue Nahrung. Der Erfolg des iPhone hat dazu geführt, dass in Ballungsräumen die Netze ständig überlastet sind und Gespräche laufend abreißen.

AT&T hat kürzlich den Ausbau des Netzes in New York angekündigt und gleichzeitig die beliebten Flatrates abgeschafft. Jetzt müssen neue Kunden ab einer bestimmten Datenmenge, die sie mit ihrem iPhone verbrauchen, extra zahlen. Das soll das Netz entlasten. (dpa)

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