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Provider schleusen Werbung in Webseiten ein

16.04.2008 | 13:14 Uhr |

Eine Studie der Washington University belegt, dass einige Provider zwischen Server und Leser Werbung in die Webseiten einschleusen. Bei anderen Anbietern ist diese Werbung nicht zu sehen.

Die amerikanischen Kollegen von PC World zitieren eine Studie der Washington University. Diese hat festgestellt, dass einige US-amerikanische Provider unbemerkt zusätzliche Werbung in manche Webseiten einbauen. Um dies zu überprüfen, schrieben die Forscher eine Software, die testete, ob der html-Code einer Webseite bei der Übertragung verändert wurde.

Das Ergebnis überrascht: Bei mehreren Betreibern wurde Werbung eingeblendet, die nicht vom Betreiber der Webseite stammt und bei anderen Zugangsanbietern nicht zu sehen war. „Das Web ist wilder als wir erwartet hätten“, sagt Charles Reis, Student der Washington University und Mitwirkender bei der Studie.

In 16 Fällen fanden sie Werbung, die vom Provider auf die Webseite geschmuggelt worden ist. Dabei handelte es sich zumeist um kleinere Anbieter, mit „XO Communications“ ist jedoch auch einer der großen Anbieter in den USA negativ mit derartiger Werbung aufgefallen. Gegenüber PC World bestritt ein XO-Sprecher, dass dies zur Unternehmenspraxis gehöre und schob die Schuld auf Unteranbieter, die das Netz des Unternehmens mieten.

Bereits im letzten Sommer hat es in den USA Gerüchte über derartige Werbung der Provider gegeben, erst jetzt werden diese bestätigt. Kritiker befürchten, dass die Art der Schmuggelwerbung die Integrität einer Webseite schädigen könnte. NebuAd, ein Unternehmen aus Kalifornien, hat bis vor kurzem eine entsprechende Software angeboten. Diesemachte eine solche Werbung möglich. NebuAd gab bekannt, die Herstellung dieser Software einzustellen.

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