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Apple: Psystar hält Dokumente zurück

04.05.2009 | 12:26 Uhr |

Offenbar rechnet sich Apple bei der bevorstehenden Gerichtsverhandlung gegen den Klon-Hersteller beste Chancen aus. Psystar verfehlt die Einreichung von Beweismaterial und verweigert Einblick in seine Finanzen; Apple will nun die Offenlegung per Gerichtserlass durchsetzen.

Psystar Open 3
Vergrößern Psystar Open 3

Als Apple und Psystar Ende Februar für die im November angesetzte gerichtliche Auseinandersetzung Verschwiegenheit verabredeten, hatte Apple dies bestimmt nicht im Sinn: Psystar verstößt gegen gerichtliche Bestimmungen und Apple hat deswegen jetzt beim Bundesgerichtshof der USA Klage eingereicht, berichtet Macnn .

Nachdem der Mac-Klon-Hersteller Psystar einen Teilerfolg gegen Apple errang und erfolgreich eine Gegenklage einreichte, weigert sich Psystar jetzt, in der Beweisaufnahmephase des Rechtsstreites mit Apple seine monatlichen Umsätze, Buchhaltungsunterlagen und Finanzen offen zu legen. Apples Anwalt James Gilliland berichtet, dass in der eidesstattlichen Aussage am 20. März Psystars Rechtsvertretung auf Geheiß von Rudy Pedraza, der Geschäftsführer und Gründer von Psystar, die Antwort auf zirka 90 grundlegende Fragen zu Psystars Finanzen schlichtweg verweigerte.

Der Rechtsstreit zwischen Apple und Psystar ist für ein Gerichtsverfahren ab 9. November angesetzt, wenn sich die beiden Parteien nicht vorher außergerichtlich einigen können. In der gegenwärtigen Beweisaufnahmephase, die offiziell am 26. Juni enden wird, muss Psystar seine Gegenklage gegen Apple untermauern, dass durch Apples Kopplung von Betriebbsystem und Hardware und die angeblich überdehnte Auslegung von Urheberrecht und letztendlich Wettbewerbsverbot der Konkurrent Psystar erheblichen finanziellen Schaden erleidet. Obwohl Psystar seit April 2008 seine Mac-Klons unter Open Systems verkauft, hat die Firma bisher lediglich einige Rechnungen für den Zeitraum Dezember 2008 bis März 2009 vorgelegt.

Apples Anwalt Gilliland hat nun einen Erlass beantragt, mit dem Psystar zur Offenlegung aller Finanzen von Rechnungen, Umsätze und Bestellungen gezwungen werden soll. Außerdem müsste Psystar demnach für das Verfahren einen zweiten Finanzexperten seiner Firma bereitstellen.

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