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Prozess: Apple und Samsung streiten ums Geld

14.11.2013 | 06:56 Uhr |

Der Prozess Apple vs. Samsung geht weiter, vor dem Gericht in San Jose legen die beiden Parteien nun dar, wie groß Apples Schaden durch die Verletzung von fünf Patenten war.

Mit einem Kunstgriff versuchte laut IDG News Service Apples Anwalt Harold McElhinny das Gericht vom großen Einfluss des iPhones auf die Industrie zu überzeugen, indem er Ausschnitte aus Steve Jobs' Keynote vom 9. Januar 2007 zeigte "An iPod, a telephone and a breakthrough Internet-device". Laut Apple habe Samsungs Patentverletzung den Verkauf von 360.000 iPhones gekostet. Apple fordert dafür die Erstattung von 114 Millionen US-Dollar entgangener Profite, dazu von den insgesamt 15 Samsung-Smartphones mit Apple-Patenten 231 Millionen US-Dollar Profit sowie 35 Millionen US-Dollar Lizenzgebühren - die Gesamtforderung beläuft sich also auf 380 Millionen US-Dollar.

Dem hält Samsung entgegen, seine Kunden hätten Smartphones aus Korea wegen des niedrigeren Preises, größerer Bildschirme und des Android-Systems gekauft. Hätten die von Apple geschützten Techniken gefehlt, wäre der Verkaufserfolg der Samsung-Handys kaum geringer ausgefallen. 53 Millionen US-Dollar seien daher genug.

Im fraglichen Prozess hatte das Gericht im August 2012 Samsung zunächst zu einer Strafzahlung in Höhe von 1,05 Milliarden US-Dollar verurteilt, später die Schadenssumme wegen diverser Rechenfehler um 450 Millionen US-Dollar reduziert. Die Anhörunge wird bis nächste Woche fortdauern.

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