1177230

Samsung verteidigt sich am 25. August vor dem Landesgericht Düsseldorf

14.08.2011 | 17:08 Uhr |

Die Anhörung bietet Samsung eine letzte Gelegenheit, einen endgültigen Verkaufsstopp in der EU abzuwehren.

Samsung Galaxy Tab 10.1
Vergrößern Samsung Galaxy Tab 10.1
© Samsung

Ende August wird Samsung in Deutschland vor Gericht antreten, um für die Verkaufsrechte seines Tablets Galaxy 10.1 in fast ganz Europa zu kämpfen. Nach dem Verkaufsstopp in Australien erwirkte Apple zu Beginn letzter Woche eine einstweilige Verfügung, die auch den Vertrieb des Galaxy 10.1 in der EU untersagt . Eine Ausnahme bilden die Niederlande, wo ein eigenes Gerichtsverfahren eingeleitet ist.

Samsung veröffentlichte eine Pressemitteilung, wonach sich die Firma enttäuscht zeigt, dass Apples Plagiatsvorwürfen stattgegeben wurden. Ein Sprecher des Gerichts in Düsseldorf verkündete per E-Mail, dass der Termin der Urteilsverkündung vom Ausgang der Anhörung am 25. August abhängen wird. Zwar kann das Urteil noch am gleichen Tag verhängt werden, aber der Sprecher erwartet, dass es bis zu zwei Wochen dauern wird, bis das schriftliche Endergebnis zugestellt wird.

Während der Rechtsstreit zwischen Samsung und Apple neben Deutschland auch in den Niederlanden, Australien und den USA derzeit noch weitergeführt wird, verlegen sich alle offiziellen Retailer aufs Abwarten. Händler, die Tablets vor der Gerichtsentscheidung erstanden, dürfen diese weiterverkaufen . Auch Telia Sonera, ein Händler mit exklusiven Verkaufsrechten für das Galaxy 10.1für Schweden, will nach Aussage seines Pressesprechers das Tablet weiterhin anbieten, bis Samsung sich dagegen ausspricht. Am letzten Freitag war das Tablet noch auf der Webseite angeboten.

Vodafon wird sein Samsung Tablet weiterhin auch in Deutschland verkaufen. Vodafon vertreibt jedoch eine Spezialversion "Galaxy 10.1v" mit leichten Gewichts- und Abmessungs-Unterschieden zum Galaxy 10.1, die nicht unter die einstweilige Verfügung von Apple fällt.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1177230