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Psystar: Der OpenComputer im Test

02.05.2008 | 10:50 Uhr |

Nachdem bereits die ersten Kunden ihren OpenComputer von Psystar erhalten haben, sind jetzt auch die ersten amerikanischen Medien in den Genuss eines Testgerätes gekommen.

Der OpenComputer polarisiert. Ein inoffizieller Apple-Klon, der zwar günstig ist wie kein anderer Computer mit OS X, sich dafür aber mindestens in der Grauzone der Legalität bewegt. Zudem macht sich der Anbieter Psystar hierbei lediglich die Ergebnisse des OSx86-Projektes zunutze und verkauft diese als fertiges Produkt.

Das Technikblog Engadget hat einen OpenComputer als Testgerät bekommen. Dieser Rechner, mit 2,2 GHz Core 2 Duo und vier Gigabyte RAM, sollte im Test beweisen, ob er es mit einem echten Mac aufnehmen kann. In einem Video zeigen die Blogger, wie der OpenComputer bootet. Eines ist nicht zu überhören: der Rechner ist extrem laut. Anscheinend ist es nicht gelungen, die Lüftersteuerung des Computers in den Griff zu bekommen und so föhnt das System immer auf voller Lautstärke.

Engadget schreibt, es wäre so laut, dass man kaum in der Nähe telefonieren könnte. "Keine Chance, damit im Alltag zu leben", schreiben die Blogger. Zudem gibt es weitere Probleme und Problemchen. Die Grafikkarte, angeblich eine Geforce 8600GT, wird im System Profiler nicht richtig angezeigt, Das DHCP-Lease der Netzwerkkarte klappt nicht richtig, alle 15 Minuten muss der Nutzer dies manuell in den Systemeinstellungen erneuern.

Weiterer Pferdefuß: Laut Engadget lässt sich die beigefügte Leopard-DVD nicht installieren. Sie wird zwar im Finder angezeigt, der automatische Neustart funktioniere aber ebenso wenig wie das Booten von der System-DVD. Neuinstallation unmöglich. Engadget testete auch die Leistung des Rechners. Hier lieft alles rund, in den Benchmarks liegt die Leistung in etwa bei einem Macbook mit ebenfalls 2,2 GHz, bei der Grafik ist der Rechner den kleinsten Notebooks und ihrer Intel-Grafik aber überlegen. Mit dem aktuellen Macbook pro oder gar den neuen iMacs mit 3,06 GHz kann das System aber nicht mithalten.

In der Praxis zeigen sich anscheinend die Probleme des Bastelmacs. Viele Systemkomponenten werden von System Profiler nicht richtig erkannt, andere hingegen funktionieren nicht ordentlich.

Info: Engadget

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