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Psystar nur eine Scheinfirma

17.04.2008 | 12:29 Uhr |

US-Medien sind den Hintergründen der Anbieter des OpenMac oder Open Computer nachgegangen und fanden dabei wenig Positives.

Sie sorgten mit ihrem Angebot für Aufsehen. Weniger dass es PC-Hardware gibt, auf der mit einigen Tricks OS X laufen kann. Sondern dass sich ein Unternehmen traut, so offen und laut die Geduld Apples herauszufordern. Einige hofften auf ein ernsthaftes Gegengewicht zu Apples Produktpalette.

Danach sieht es aber nicht aus. Amerikanische Journalisten und Blogger haben sich auf die Suche nach den Anbietern gemacht und dabei wenig gefunden. Das Unternehmen hatte in den letzten Tagen mehrmals unterschiedliche Adressen angegeben. Mal eine Privatadresse in Miami, dann eine Anschrift in einem Gewerbegebiet der gleichen Stadt und noch eine weitere.

Ein Leser des Gadget-Blogs Gizmodo hat die Adressen besucht und fand nichts. Die Firma existiert anscheinend nur auf dem Papier. Am Firmensitz sind ganz andere Unternehmen eingemietet, die Handelskammer der Stadt hat von Psystar noch nie etwas gehört. Recherchen ergaben, dass die Firma Rodolfo und Roberto Pedraza gehört, die eine ganze Reihe dubioser Kleinfirmen betreiben, von denen die meisten längst nicht mehr aktiv sind.

Somit ist es zumindest zweifelhaft, ob das Unternehmen ernsthaft die versprochenen Mac-Klone ausliefern kann oder will. Möglicherweise handelt sich beim Fall Psystar um einen Fall aus der Kategorie "Viel Lärm um nichts".

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