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Qualcomm: 64 Bit im iPhone ist Marketing-Gag

02.10.2013 | 07:14 Uhr |

64 Bit ist derzeit aus Sicht von Qualcomms Marketing-Chef eher nutzlos - aber dennoch die Zukunft der mobilen Prozessoren.

Anand Chandrasekher, Marketing-Chef des Chip-Herstellers Qualcomm hat gegenüber dem IDG News Service den 64-Bit-Chip A7 im iPhone 5s als bloßen Marketing-Gag abgetan: "Der Verbraucher hat davon überhaupt keinen Nutzen." Mit einem 64-Bit-Chip könne man zwar mehr als 4 GB Speicher ansprechen, da das iPhone 5s nur 1 GB DRAM mitbringt, sei das nutzlos. Auf die Performance wirke sich die höhere Bandbreite nicht aus, Software, die schon heute von 64 Bit profitiere, laufe eher in großen Server-Umgebungen.

Chandrasekher war vor seinem Wechsel zu Intel dort Leiter der Mobile Platforms Group, Qualcomm stellt unter anderem den Snap-Dragon-Chip her, der in einigen Android- und Windows-Smartphones zum Einsatz kommt. Auch Qualcomm arbeitet jedoch an einem 64-Bit-Chip, der laut Chandrasekher "vom Standpunkt der Ingenieure her" Sinn ergebe. Vor allem die OS-Entwickler würden einen derartigen Prozessor schon in Kürze fordern. 64-Bit-Chips sind in Zukunft effizienter zu produzieren, der britische Chip-Designer ARM, auf dessen Vorlagen auch Qualcomms Prozessoren basieren, konzentriert sich auf 64 Bit.

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