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Quam fühlt sich von D1 und D2 behindert

03.12.2001 | 00:00 Uhr |

Die Kunden des neuen Mobilfunkanbieters Quam können auch knapp zwei Wochen nach dem Start nicht direkt von den meisten anderen Handy-Nutzern angerufen werden. Aus den Netzen der Mobilfunkanbieter T-Mobil (D1) und D2 Vodafone in das Quam-Netz gebe es nach wie vor nur über eine Servicenummer eine Verbindung, sagte ein Quam-Sprecher am Montag in München. Die beiden Mobilfunkriesen hätten die Voraussetzungen für den direkten Anruf von Netz zu Netz nicht rechtzeitig geschaffen. «Wir sehen darin eine Verzögerungstaktik», sagte er und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins «Focus».

Der Quam-Sprecher warf den beiden Konkurrenten vor, Quam den Start offenbar erschweren und das lukrative Weihnachtsgeschäft vermiesen zu wollen. Ein D2-Sprecher wies die Vorwürfe zurück. Bei D2 sei der so genannte «Interconnection»-Antrag von Quam erst Ende Oktober eingegangen. Daher habe D2 die erforderliche Technologie erst dann bestellen können.

Quam hat nach eigenen Angaben bereits die Regulierungsbehörde eingeschaltet und prüft rechtliche Schritte. Bislang müssen die Kunden von D1 und D2 einen Operator anrufen, der dann ins Quam-Netz weitervermittelt. Die Kosten für die Anrufe trägt Quam. Zur Höhe des finanziellen Schadens wollte sich der Sprecher nicht äußern. dpa

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