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Kanadas Premier erklärt Quantencomputer

18.04.2016 | 14:18 Uhr |

Man darf nicht unterstellen, Politiker hätten keine Ahnung von dem, was sie finanzieren, wie Kanadas Premier Justin Trudeau eindrucksvoll zeigt.

Man sagt ja, es gebe keine blöden Fragen, sondern nur blöde Antworten. Andererseits gibt es auch mehr oder weniger professionelle Reporter von Boulevardzeitungen oder - manchmal noch schlimmer - Field-Reporter, die wirklich dumme Fragen stellen. ("Frau Richter, muss Herr B. jetzt in den Knast?" Oder: " 2:3 nach 2:0-Führung verloren, wie fühlen Sie sich? ")

So war die Frage eines kanadischen Reporters an den Premier-Minister des Landes alles andere als klug, auf die Trudeau eine schlagfertige und bestechende Antwort gab. Trudeau, der an der Universität von Ontario eine Finanzierung der Wissenschaft in Höhe von 50 Millionen kanadischen US-Dollar vorstellte, wurde in leicht sarkastischer Weise sinngemäß mit folgender Frage konfrontiert: "Ich werde Sie jetzt nicht fragen, wie ein Quantencomputer funktioniert, daher... Wann wird Kanada seinen Kampf gegen den Islamischen Staat wieder aufnehmen?"

Trudeau reagierte so souverän, wie man darauf nur reagieren konnte und erklärte den anwesenden Studenten, Wissenschaftlern und Reportern in aller Kürze – nach welchen Prinzipien ein herkömmlicher Computer funktioniert und was man sich vom Quantencomputer verspricht, nämlich, dass seine Bits mehr als nur den binären Informationszustand "Null" oder "Eins" haben. Trudeaus Erklärung ist zwar entgegen des Hintergrundes, vor dem er  in dem nun viral gehenden Video steht, ein wenig oberflächlich, aber nichtsdestotrotz korrekt. Und der Fragesteller ist reichlich blamiert...

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