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Quark stellt Xpress 5 vor

29.11.2000 | 00:00 Uhr |

Ausgesuchte Beta-Tester haben in den letzten Tagen die Vorabversion des Layoutprogramms Xpress 5.0 von Quark erhalten. Die ersten Eindrücke sind überwiegend positiv.

Inzwischen sind auch hierzulande die ersten Exemplare von Xpress 5 an ausgesuchte Beta-Tester gegangen. Quark gibt damit Software aus der Hand, die bisher nur für einen kurzen Blick auf Messen wie der Cebit oder Seybold in Boston zu sehen war.

Ganz gut macht sich die Anpassung an Apples "Platinum"-Aussehen mit den grauen, perspektivisch wirkenden Fensterleisten und Knöpfen, die seit Mac-OS 8.1 jeden Mac-Bildschirm zieren. In der Werkzeugleiste hat sich sonst wenig getan, die Möglichkeiten für Text auf einem Pfad wurden erweitert, einige Farb-Funktionen findet man künftig unter einem Symbol, statt in mehreren Paletten. Wesentlich besser macht sich auch das neue Fenster für die Voreinstellungen, dass alle Parameter im überblick zeigt.

Unschön wirkt dagegen, dass in der Beta von Xpress 5 noch immer keine Kontextmenüs bei der Arbeit helfen, die dafür nötige Kontroll-Taste ist weiter mit der Lupe-Funktion belegt. Außerdem fehlt derzeit die Xtension, mit der man mehrere Objekte gleichzeitig verändern konnte. Von Quark war zu hören, dass "die existierenden Plug-ins (Xtensions)" mit Xpress 5 "wahrscheinlich weiter funktionieren", doch eine Garantie dafür könne man nicht geben, weil Xpress 5 einiges Tages an Mac-OS X angepasst wird und dann müssten auch alle Plug-ins neu programmiert werden. Nach aktuellem Stand der Planung sei aber mit der Mac-OS-X-Version von Xpress nicht vor Sommer nächsten Jahres zu rechnen.
Recht ansehnlich wirkt dagegen der Tabelleneditor, der endlich zur Standardausstattung von Xpress zählt. Für eine Tabelle legt man mit dem entsprechenden Werkzeug einen rechteckigen Bereich fest und bestimmt die Anzahl der Zeilen und Spalten. Die Trennspalten justiert man später mit der Maus. Allerdings hat die vorliegende Beta noch einen Fehler, derzeit kann eine Tabelle nur Bilder oder Text aufnehmen, Mischformen sind nicht möglich. Die meisten Tester rechnen aber damit, dass dieser Fehler bis zur Fertigstellung von Xpress 5 behoben wird.

Wer solche Tabellen überlappend in ein Dokument bauen will, muss eine weitere neue Funktion nutzen: Ebenen. Alle bekannten Objekte lassen sich künftig in separaten Ebenen unterbringen, die man während des Designs und auch im Druck ein- und ausblenden kann. Ein kleiner Farbmarker zeigt, auf welcher Ebene ein Objekt liegt. Anders als Photoshop lassen sich aber die so getrennten Seitenteile nicht mit einem Befehl wieder zu einer Standardseite ohne Ebenen zusammenführen.

Auf der Exportseite steht eine überarbeitete Verbindung zu Acrobat Distiller, dem PDF-Generator von Adobe. Anders als bisher schafft Xpress 5 eine direkte Anbindung, alle Distiller-Parameter lassen sich künftig direkt in Xpress 5 überprüfen und ändern, bevor die Konvertierung startet. Darüber hinaus wird Avenue.quark, die XML-Exportfunktion, künftig zum Lieferumfang von Xpress 5 gehören. Abgerundet wird die Internet-Schnittstelle von einer verbesserten HTML-Konvertierungsroutine, die Text und Bilder so exportiert, dass man sie besser in einem HTML-Editor wie Macromedia Dreamweaver oder Adobe Golive weiter bearbeiten kann.

Ein Auslieferungstermin für Xpress 5 steht noch nicht fest, mehrere Beobachter spekulieren aber weiter auf Sommer 2001. Quark selbst wollte sich bis jetzt nicht dazu äußern. wm

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