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Quartalszahlen: Eine gute, eine schlechte Nachricht

17.04.2003 | 17:33 Uhr |

Wie andere börsennotierte Unternehmen auch, hat Apple gestern Abend seine Ergebnisse des zurückliegenden Geschäftsquartals veröffentlicht: Im Vergleich zum Vorjahren sanken Umsatz und Gewinn, dafür konnte man erstmals seit zwei Quartalen wieder schwarze Zahlen schreiben

München/Macwelt - Weniger Umsatz und weniger Gewinn musste Apple im abgelaufenen Geschäftsquartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres verbuchen. Soweit die schlechte Nachricht. Dafür wiesen die Geschäftszahlen erstmals seit zwei Quartalen wieder schwarze Zahlen auf - nur lässt der Aufschwung auf sich warten: Auch das laufende Vierteljahr wird Apple nur mit einem "ähnlichen Umsatz ... bei leichtem Gewinn" beschließen, erwartet Finanzchef von Apple, Fred Anderson. Während der Umsatz um ein Prozent auf 1,48 Milliarden US-Dollar nachgab, sank der Gewinn von 40 auf 14 Millionen US-Dollar verglichen mit dem Vorjahr. Damit fiel pro Aktie ein schmaler Gewinn von vier statt der erwarten zwei Cent an.

Verkaufszahlen

Weltweit seien 711 000 Rechner verkauft worden, davon seien über 40 Prozent auf mobile Rechner entfallen, wies Steve Jobs ausdrücklich hin, der im Januar das "Jahr des Notebook" verkündet hatte. Insgesamt sind das 12 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem die neuen iMacs mussten einen Rückgang von rund 31 Prozent verbuchen. Power Mac G4s konnten das Niveau des Vorjahresquartals in etwa halten. Da erst im Herbst mit der Auslieferung neuer Desktop-Macs mit schnelleren Prozessoren zu erwarten ist und die Krise in den Medien, der Kernklientel für Macintosh-Rechner, anhält, werden die Stückzahlen wohl auch im nächsten Vierteljahr nicht signifikant ansteigen.

Auslandsgeschäft

Wie sich der Markt für die eigenen Produkte in Deutschland entwickelte, gab Apple wie immer nicht preis. Einbußen im klassischen Bereich habe der Computerhersteller durch neu erschlossene Kundengruppen und die steigende Nachfrage nach den neuen 12- und 17-Zoll-Powerbooks zumindest teilweise kompensieren können. Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa gab Deutschland-Chef Frank Steinhoff an, Apple habe sich besser geschlagen als im übrigen Europa. Immerhin 47 Prozent des Umsatzes konnte Apple im Ausland generieren.

Fazit

Dass Apple nun wieder einen leichten Gewinn verbuchen konnte ist zwar eine gute Nachricht, doch das abgelaufene Geschäftsquartal eines: Eine Überarbeitung der bestehenden Desktop-Macs und zwar sowohl bei den Einsteiger- als auch bei den Profi-Geräten ist längst überfällig. Der erzwungene Systemwechsel macht sich im Profi-Bereich zumindest nicht negativ bemerkbar, neue leistungsfähigere Prozessoren wären dagegen ein Kaufargument, das niemand von der Hand weisen könnte. chr

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