949990

RAW or well done?

10.02.2006 | 12:02 Uhr |

Plötzlich spricht alle Welt vom RAW-Format, als gäbe es nichts anderes für digitale Fotos. Dabei ist RAW nur eine Möglichkeit, Fotos zu speichern, und nicht immer die sinnvollste.

Der wichtigste Unterschied zwischen den Speicherformaten für Bilder digitaler Kameras ist, ob es sich um eine in der Kamera bearbeitete Aufnahme oder um die Rohdaten des Bildsensors handelt. Bei Letzteren kann man eigentlich noch nicht von einem Bild sprechen, da es sich nur um Helligkeitsinformationen handelt, die erst noch in ein Bild umgewandelt werden müssen.

RAW und DNG

Die Rohdaten einer Digitalkamera sind spezifisch zur jeweils verwendeten Hardware des Herstellers. Ohne Kenntnis der Kameraparameter lassen sie sich nicht richtig interpretieren und weiterverarbeiten, weshalb jeder Kamerahersteller ein Programm mit seinen Kameras mitliefert, das aus diesen Daten ein weiterverarbeitbares Bildformat wie TIFF oder JPEG macht, sofern das Gerät RAW-Dateien unterstützt. Verarbeiten lassen sich damit aber nur die Daten des jeweiligen Herstellers. Schwerer haben es diejenigen Software-Entwickler, die Programme anbieten, mit denen sich die Rohdaten unterschiedlicher Hersteller öffnen und bearbeiten lassen. Bei jeder Neuerscheinung einer Kamera müssen sie ihre Programme an die neue Hardware anpassen. Zudem ändern manche Kamerahersteller auch das RAW-Format beim Erscheinen neuerer Kameramodelle. Kein Hersteller hat jedoch seine RAW-Formate bisher öffentlich dokumentiert.

0 Kommentare zu diesem Artikel
949990