Von Christian Schmitz - 21.05.2007, 16:21

REALworld 2007: Konferenz der Real-Basic-Entwickler

Seit ein paar Jahren lädt Real Software im Mai nach Austin, Texas in den Vereinigten Staaten ein. Im Vier-Sterne-Hotel Omni Downtown mitten in der Stadt und nur ein paar hundert Meter vom Capitol entfernt, treffen sich circa 120 Real-Basic-Benutzer.
Die meisten sind aus den Staaten, aber auch einige Kanadier und Europäer sind angereist. Natürlich schreckt einen Deutschen der zwölf Stunden lange Flug, aber der Veranstalter will demnächst die Reisestrapazen reduzieren. So plant Pierre Groleau, der Manager für Europa, eine Tour durch Europa, die wohl auch in Deutschland vorbeikommt. Mit dabei wird wohl ein Amerikaner aus der Zentrale des Herstellers sein, die Vorträge an dem Tag sollen aber mehrheitlich in Deutsch sein.
Mittwoch morgens war die Keynote angesagt und als erster Redner kam Geoff Perlman auf die Bühne, der Gründer von Real Software. Nach einem kleinen Abriss über die jüngste Geschichte von Real Basic nannte er ein paar Details zu den Benutzerzahlen: 64.000 Mac-Lizenzen, 30.000 Windows-Lizenzen und 22.000 Linux-Lizenzen hat Real Software verkauft. Im deutschsprachigen Raum sollen es etwa 13.000 Benutzer sein.
Real Basic ist lokalisiert in Französisch, einfachem Chinesisch und Japanisch. Deutsch ist in Arbeit und wir haben ja eine 2006r3 in Deutsch schon gesehen, aber das Übersetzen muss noch schneller gehen, um mit der Softwareentwicklung mitzuhalten. Nach Auskunft von Pierre Groleau sind deutsche Handbücher in Arbeit, aber es wird wohl noch etwa ein halbes Jahr dauern, bis diese erscheinen.

Real Basic kommt 2008 in Cocoa

Seit RB 2006r2 kann Real Basic mit Windows Vista arbeiten und seit Oktober baut Real Basic Universal Binaries (Programm für Mac OS X auf PPC und auf Intel). Ursprünglich sollte Real Basic von Carbon auf Cocoa umgebaut werden für Universal Binaries. Doch es war erstmal einfacher, den Carbon Teil auf Universal zu portieren, als alles in Cocoa neu zu schreiben. Trotzdem wird aber wohl nächstes Jahr ein Cocoa Platform von Real Basic kommen. Swordfish, bereits vor Jahren angekündigt, lässt weiter auf sich warten. Swordfish soll es erlauben, mit Real Basic Webapplikationen zu schreiben.
In einer kleinen Demo zeigt Geoff den inkrementellen Compiler. Geoff öffnet das Real Basic IDE Projekt von Real Basic selbst. 150.000 Zeilen Code in etwa 600 Einheiten. Der erste Kompilierdurchlauf braucht 20 Sekunden, der zweite mit einer kleinen Änderung sechs Sekunden. Von allen Änderungen der letzten Jahre ist dieser schnellere Compiler wohl die beliebteste.
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