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RIM reagiert auf Jobs’ Erklärungen

20.10.2010 | 07:40 Uhr |

Der Blackberry-Hersteller RIM, den Steve Jobs bereits im Rückspiegel wähnt, hat auf die Erklärungen des Apple CEO auf der Bilanzpressekonferenz von Montag reagiert.

Blackberry 9800 Torch
Vergrößern Blackberry 9800 Torch

Insbesondere wirft Jim Basille, einer der CEOs des Unternehmens, in einem Eintrag im Firmenblog Steve Jobs verzerrte Wahrnehmung vor: "Wir denken, dass viele Kunden es leid sind, von Apple gesagt zu bekommen, was sie denken sollen." Egal, ob es sich um Antennen, Flash oder Verkaufszahlen drehe, verschweige Steve Jobs Teile der Wahrheit, sogar die Leute innerhalb des von Jobs aufgebauten "Feldes der verzerrten Wahrnehmung" wären sauer, nur die halbe Geschichte gehört zu haben. Apple vergleiche gewissermaßen Äpfel mit Birnen, grollt Basille, indem der iPhone-Hersteller seine Absatzzahlen aus dem Septemberquartal mit denen RIMs aus dem Quartal vergleiche, das im August endete. Im Herbst sei die Nachfrage nach Telefonen stärker als im Sommer, RIM rechnet mit 13,8 bis 14,4 Millionen verkauften Blackberries im Zeitraum bis Ende November. Apple hatte 14,1 Millionen iPhones verkauft und diese in Bezug zu den 12,5 Millionen Blackberry-Verkäufen aus dem letzten abgeschlossenen Quartal gesetzt.

Auch in Sachen 7-Zoll-Tablet verwehrt sich Basille gegen Jobs’ Auslassungen. Der Formfaktor werde einen "großen Marktanteil" beanspruchen, zeigt sich der RIM-CEO sicher, ohne jedoch seine Mutmaßungen tiefer zu begründen. Auch Flash sei eine Technologie, die der Kunde sehr wohl wünsche um mit seinem Tablet auf das komplette Internet zugreifen zu können. Auf den Mangel von Software für konkurrierende Tablets ging Basille angesichts der validen Zahl von 300.000 iPhone-Apps, davon 30.000 für das iPad optimierten, nicht ein. RIM hat bisher noch kein Tablet veröffentlicht.

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