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Blackberry-Hersteller RIM mit satten Gewinnen

03.04.2009 | 12:56 Uhr |

Das Geschäft mit den Blackberrys läuft so gut wie lange nicht mehr. Hersteller RIM meldet höhere Gewinne als erwartet und erfreut damit die Anleger. Der Aktienkurs macht Luftsprünge.

Blackberry Storm
Vergrößern Blackberry Storm
© RIM

Der Blackberry-Anbieter RIM sieht sich nach einem Umsatz- und Gewinnsprung trotz der Wirtschaftskrise weiter im Aufwind. Die Ergebnisse und Geschäftsaussichten des Spezialisten für Smartphones und mobile E-Mail-Dienste übertrafen die Erwartungen der Experten und sorgten im nachbörslichen Handel am Donnerstag für ein Kursfeuerwerk.

Der Überschuss des kanadischen Konzerns kletterte im Ende Februar abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal um mehr als ein Viertel auf 518 Millionen Dollar (385 Mio Euro). Den Umsatz steigerte Research in Motion (RIM) sogar um 84 Prozent auf fast 3,5 Milliarden Dollar. "Die Investoren sind sehr begeistert", sagte Shaw Wu, Analyst bei Kaufman Bros. in San Francisco der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Die Margen hätten einige Quartale unter Druck gestanden. "Das ist jetzt das erste Mal, dass wir etwas Stabilität und ein wachsendes Potenzial sehen."

Vier Millionen Neukunden

Die RIM-Aktie schoss im nachbörslichen Handel um mehr als 20 Prozent nach oben. Bereits im Tagesverlauf am Donnerstag hatte sie fast acht Prozent auf 49,09 Dollar zugelegt. RIM gewann im vergangenen Geschäftsquartal 3,9 Millionen neue Vertragskunden für seine Blackberry-Dienste, knapp genauso viele sollen im laufenden Quartal hinzukommen. Insgesamt waren es zuletzt
damit rund 25 Millionen Kunden. Mit weiteren Preisabschlägen will das Unternehmen auch im laufenden Quartal vor allem private Verbraucher hinzugewinnen. Traditionell nutzten besonders Geschäftskunden die
Blackberrys. Inzwischen seien aber rund die Hälfte der Blackberry-Nutzer private Konsumenten.

In den USA will RIM Medienberichten zufolge bald ein neues Blackberry-Gerät sowohl mit berührungsempfindlichem Bildschirm (Touchscreen) als auch klassischer Tastatur auf den Markt bringen. Sein erstes Gerät mit Touchscreen, den Blackberry Storm, hatte das Unternehmen in Europa im vergangenen Herbst eingeführt. Unter den traditionellen Geschäftskunden blieb der Erfolg allerdings unter den Erwartungen. Viele Kunden wollen nicht auf die gewohnte Tastatur verzichten.

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