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RWE gibt Powerline auf

05.09.2002 | 10:32 Uhr |

MÜNCHEN ( COMPUTERWOCHE ) - RWE will ab Oktober keine Internet-Zugänge via Steckdose mehr anbieten und die Tochterfirma Powerline schließen. Der Grund liegt laut Unternehmenssprecher Carsten Knauer in unvorhersehbaren technischen Entwicklungen. Zum Beispiel seien keine ausreichenden Kapazitäten in zusammenhängenden Frequenzbereichen mehr verfügbar, weil nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 zunehmend Frequenzbänder für Sicherheitsdienste und den Seefunk reserviert worden seien. Zudem seien Probleme mit dem von der schweizer Firma Ascom gelieferten Modem aufgetreten. Ascom wies jedoch Vorwürfe zurück, dass das Gerät nicht massenmarkttauglich sei. Zur Zeit nutzen etwa 2000 Kunden das Powerline-Angebot. Das ursprüngliche Ziel, bis Ende des Jahres 120.000 Anwender zu gewinnen, hat RWE bereits im Mai verworfen (Computerwoche online berichtete).
Bei Powerline sind 34 Mitarbeiter beschäftigt. RWE prüfe laut Knauer derzeit, ob sie in andere Konzernbereiche übernommen werden können, berichtet die "Finacial Times Deutschland". Internet-Zugänge über die Stromleitung bieten noch die Baden-Würtembergische EnBW Energie und der Mannheimer Regionalversorger MVV Energie an. Siemens und Eon haben ihre Steckdosen-Internet-Pläne bereits 2001 aufgegeben. (lex)

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