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RWE will Stromnetz in Netzgesellschaft einbringen

17.03.2008 | 12:17 Uhr |

Der deutsche Energiekonzern RWE will sein milliardenschweres Stromnetz einem "Spiegel"-Bericht zufolge in eine europäische Netzgesellschaft einbringen.

Laut RWE-Chef Jürgen Großmann solle das neue Unternehmen eine sichere Stromversorgung in der EU gewährleisten und allen Marktteilnehmern Zugang zu den Leitungen bieten, berichtete das Hamburger Nachrichtenmagazin am Samstag vorab. Energie-Unternehmen aus Deutschland, Frankreich oder den Beneluxstaaten sollten ihre Netze an die gemeinsame Gesellschaft abgeben. "Wir unterstützen eine Zusammenarbeit der Netzbetreiber", sagte RWE-Sprecher Volker Heck. Gleichzeitig wolle das Unternehmen am Netz festhalten. Ende Februar hatte bereits Deutschlands größter Energiekonzern E.ON bereits den Verkauf seiner Leitungsnetze angekündigt, um so eine hohe Kartellbuße der EU-Wettbewerbshüter zu vermeiden. Laut "Spiegel" will Großmann mit der EU-Netzgesellschaft einem "drohenden Zwangsverkauf" zuvorkommen und einer Kartellstrafe entgehen. Entsprechende Papiere eine europäische Netzgesellschaft betreffend habe der RWE-Chef bereits an zuständigen Stellen in Brüssel und Berlin verteilen lassen. Erörtert werden könnten die Überlegungen schon Anfang dieser Woche bei einem Treffen der Energiewirtschaft mit Kanzleramtsminister Thomas de Maizière in Berlin. Heck bestätigte den Termin im Kanzleramt, der "seit ein paar Tagen bekannt" sei. Die E.ON -Ankündigung eines Verkaufs hatte vor allem in der Bundesregierung für Missstimmung gesorgt, weil Berlin sich in Brüssel für die Energiebranche und ihre ablehnende Haltung eines Stromnetzverkaufes stark gemacht hatte. (dpa)

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