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Ransomware-Kundendienst im Vergleichstest

20.07.2016 | 10:42 Uhr |

Wie unterstützen Erpresser die Opfer ihrer Ransomware beim Bezahlen des Lösegelds? F-Secure hat das ausprobiert.

Auch die Hersteller von Ransomware müssen einen Kundendienst anbieten. Und zwar für die Opfer ihrer Programme, die Daten auf infizierten Rechnern verschlüsseln und erst nach Zahlung eines Lösegelds wieder frei gegen. Der Anbieter von Sicherheitssoftware F-Secure hat die Probe aufs Exempel gemacht und den Service von fünf cyberkriminellen Organisationen miteinander verglichen. Nur einer der "Anbieter" verweigerte den "Kundendienst", bei drei der anderen vier konnten die Experimentatoren immerhin einen Preisnachlass heraus handeln.

So skurril der Test auch erscheinen mag, so aufschlussreich ist das von F-Secure erstellte White Paper . Darin wird auch erklärt, was überhaupt erst den Erfolg der Ransomware ermöglichte. Programme dieser Art gebe es schon seit langem, aber erst mit der Kryptowährung Bitcoin und dem Anonymisierungsnetzwerk Tor wurde das Geschäft skalierbar, da nun Zahlungen auch im großen Stil möglich wurden. Ebenso erhält das White Paper nützliche Tipps zum Schutz vor Ransomware: Regelmäßige Backups, System auf dem aktuellen Stand halten, Flash, JavaScript und Word-Makros deaktivieren, keine obskuren Websites besuchen oder seltsame E-Mail-Anhänge öffnen. Und eine Antivirensoftware für den Mac ist grundsätzlich auch nicht verkehrt .

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