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Ratgeber: DSL für jeden Zweck

19.01.2007 | 13:06 Uhr |

Die Zahl der DSL-Anschlüsse steigt unaufhaltsam, bei wachsender Leistung und sinkenden Preisen. Schnelle neue Übertragungsstandards bereiten den Weg für Online-Videotheken mit Filmen in höchster Qualität

Der DSL-Boom ist ungebrochen, und die verschiedenen Anbieter locken mit immer höheren Geschwindigkeiten. Die Preistendenz zeigt dabei durch den harten Wettbewerb klar nach unten. Standard-DSL bietet heute je nach Anbieter ungefähr 2 bis 4 Mega bit pro Sekunde im Download und rund ein Zehntel davon im Upload. Wer etwas mehr Power möchte, bekommt auch ohne allzu großen Aufpreis einen Anschluss mit flotten 6 MBit/s. Die recht nüchternen Zahlen lassen sich mit einem Beispiel veranschaulichen. Dauerte der Download einer CD mit dem Modem noch über 25 Stunden (wenn das Modem nicht abbrach), ist diese Datenmenge bei einer 6-MBit/s-Verbindung in gut 15 Minuten erledigt. Die Obergrenze für normales DSL liegt theoretisch bei 8 MBit/s.

Next Generation

VDSL-Ausbau: Nicht schön, aber schnell. Die grauen T-Com-Schaltkästen für VDSL schießen in den Ballungszentren wie Pilze aus dem Boden.
Vergrößern VDSL-Ausbau: Nicht schön, aber schnell. Die grauen T-Com-Schaltkästen für VDSL schießen in den Ballungszentren wie Pilze aus dem Boden.

Es geht allerdings auch schon schneller. Diverse DSL-Provider bieten bereits die nächste Generation ADSL2+ an, die für Geschwindigkeiten bis zu 25 MBit/s spezifiziert ist. Diese können jedoch nur unter optimalen Installationsbedingungen erreicht werden, sodass 20 MBit/s in der Praxis realistischer sein dürften. Derzeit werden die neuen Anschlüsse üblicherweise mit 16 MBit/s Downloadgeschwindigkeit vermarktet. Damit dürften die Anbieter auf der sicheren Seite liegen und behalten noch etwas Luft nach oben. Die T-Com pflastert deutsche Städte momentan im großen Stil mit hässlichen grauen Anschlusskästen für ihr VDSL-Netz, das 25 und 50 MBit/s ermöglicht. Der Trick dabei ist, Teile der Vermittlungsanlagen direkt in die besagten Kästen einzubauen und diese so näher an den Kunden heranzubringen, der dadurch über ein relativ kurzes Kabel angeschlossen wird. Die Schaltkästen selbst werden dann über schnelle Glasfasertechnik angebunden. Beim normalen Surfen ergeben die hohen Geschwindigkeiten von ADSL2+ nur begrenzt Sinn. Sie lohnen sich erst bei großen Downloads, immer vorausgesetzt, die Server können die angeforderten Daten überhaupt schnell genug liefern. Das Hauptziel dabei sind neue Dienste, wie Fernsehen über das Internet oder Videoon- demand. Entsprechend aktiv rührte T-Com die Werbetrommel für T-Home über VDSL vor Weihnachten.

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