Von Sonja Angerer - 01.12.2009, 17:22

Ratgeber: Webdienste

Arbeiten im Web: Webdienste clever nutzen

Zusammenarbeit ist heute nicht mehr auf ein Büro beschränkt. Das Internet ermöglicht es, Teams zu koordinieren und Informationen oder Dateien auszutauschen – unabhängig vom Betriebssystem
Noch vor wenigen Jahren war es undenkbar, wichtige Unternehmensdaten auf fremde Server auszulagern. Heute ist es in Teilbereichen Normalität: Zum Beispiel, wenn man Dienste wie Facebook, Xing oder Linkedin nutzt, um berufliche Kontakte zu verwalten. Mit zunehmender beruflicher Mobilität wird es für Firmen, Teams und Freiberufler immer wichtiger, auch unterwegs über Internet zu kommunizieren. Die Computerwelt hat dafür den Begriff "Cloud Computing" geprägt.

Überall verbunden mit Google

Google ist mehr als eine Suchhilfe. Die Firma gilt als Vorreiter für Cloud-Technologie. Google Docs ist für Privatnutzer kostenlos; Voraussetzung ist lediglich eine E-Mail-Adresse bei Google.
Google Docs entspricht in etwa einem Office-Paket, ausgelagert ins Internet: Neben dem Postfach mit sieben Gigabyte Speicherplatz gibt es einen funktionsreichen Kalender, mit dem man fremde Kalender abonnieren und den eigenen Kalender freigeben kann. Wie in iCal ist es möglich, Gäste per E-Mail zu Terminen einzuladen. Wer die Daten ohne Internet-Anschluss haben will, synchronisiert sie mit Mac-Software wie iCal oder Mozilla Sunbird (plus Mozilla Lightning). Bei Entourage muss man den Umweg über

Das ist Cloud Computing

Cloud Computing ist ein Modewort.
Es beschreibt das Konzept, dass man Daten und die dazugehörige Software nicht mehr lokal auf der Festplatte oder einem eigenen Server lagert, sondern bei einem oder mehreren Anbietern im Internet speichert. Die benötigten Daten umschwirren den Nutzer bildlich gesprochen "wie eine Wolke", er kann jederzeit über einen Webbrowser auf sie zugreifen.
iCal
nehmen. In Google Docs lassen sich Texte, Tabellen und Präsentationen für die Kollegen freigeben, dabei lässt sich einstellen, ob andere Mitbenutzer die Dokumente ändern oder ausschließlich betrachten dürfen.
Google bietet in seinem umfangreichen Portfolio noch erheblich mehr: Mit Google Group kann man einen "Arbeitsraum" einrichten, den man nur auf Einladung betreten darf. Für die schnelle Rückfrage zwischendurch bietet sich der Instant-Messaging-Dienst Google Talk an, und mit dem Webbaukasten "Sites" kann man mit wenigen Klicks sogar eine passende Webseite für das Projekt basteln. Fotos speichert man bei Picasa, Videos bei Youtube.
Über Google lässt sich ganz kostenlos eine Arbeitsumgebung einrichten, die von jedem internetfähigen Computer der Welt zugänglich ist. Für manche Services wie E-Mail, Tasks (Aufgabenliste) und Google Docs gibt es sogar eine spezielle Mobilversion, die man auf den meisten aktuellen Handys nutzen kann.
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