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Real riskiert Rechtsstreit mit Apple

11.08.2005 | 12:34 Uhr |

In einer Pflichteingabe an die US-Börsenaufsicht hat Real Networks eingeräumt, das Risiko eines Rechtsstreits mit Apple einzugehen.

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Hintergrund ist der Versuch, Apples digitales Rechtemanagement Fair Play zu kopieren und damit Songs des Download-Services Rhapsody kompatibel mit dem iPod zu machen. Sollte Apple sich entscheiden, gerichtlich gegen Real vorzugehen, würden die dadurch entstehenden Kosten das Ergebnis belasten, heißt es der Erklärung. Real hält seine Harmony genannte Technik für legal, es gebe jedoch keine Versicherung, dass ein Gericht das genau so sehe.

Apple hat bisher nicht mit seine Anwälten auf den Konkurrenten reagiert, sondern mit Updates für iTunes, welche die Interoperabilität mit Harmony aushebelten. Real fürchtet laut der Eingabe um seine Reputation und investiert in weitere das Ergebnis belastende Entwicklungen, um mit den Änderungen Schritt zu halten.

Auch für den Rechtsstreit mit Microsoft wegen dessen Windows Mediaplayers schreibt Real Networks große Summen ab. Im laufenden Jahr sollten dafür 16 Millionen Dollar anfallen, im letzten Jahr hat das Unternehmen 11 Millionen Dollar für Anwälte und Gerichte ausgegeben.

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