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Reality-Check: Internet-Banking

07.04.2004 | 15:38 Uhr |

Das Beispiel Diba ist momentan in der Diskussion, doch auch der Internet-Auftritt anderer Banken macht Probleme mit dem Mac. Eine Momentaufnahme

Mit PIN und TAN ins Internet

Viele Banken, insbesondere Direktbanken ohne aufwändiges Filialnetz, scheuen die hohen Kosten für die Unterhaltung von BTX- oder HBCI-Servern und die damit verbundenen Probleme beim Support von Homebanking-Programmen. Stattdessen bieten sie den direkten Zugang mittels Browser über das Internet mit PIN und TAN als Legitimationsmedium an.
Die relative Sicherheit ist dank SSL-Verschlüsselung durchaus gegeben; darüber hinaus setzen viele Banken auch Java Script oder kleine Applets zur Zugriffssteuerung an. Jedoch gerade Java Script und Applets machen Mac-Usern schwer zu schaffen, wenn man die einschlägigen Diskussionen um die Diba, eine der größten Direktbanken, verfolgt.

Testfall Diba und Co

Wir machen die Probe aufs Exempel und erzielen wider Erwarten ein zwiespältiges Ergebnis. Mit Safari 1.0 gelingt der Zugang zum Extra-Konto nicht. Safari 1.2 oder Internet Explorer führen hingegen zum Erfolg. Auch der Zugriff über ein Applet auf die Bank 1822direkt gelingt auf Anhieb, wenn auch Hintergrundfarbe und Schrift der Buttons nicht sauber dargestellt werden. Zu guter Letzt werfen wir noch einen Blick auf die CC-Bank. Deren Internet-Seite ist eher schlicht gehalten und stellt weder Safari noch Internet Explorer vor große Herausforderungen.
So weit sieht es also ganz gut aus. Die erzielten Ergebnisse stellen jedoch nur eine Momentaufnahme dar. Sobald die Banken etwas an ihren Internet-Seiten ändern, können Mac-User relativ schnell ausgesperrt sein. Vor einer Kontoeröffnung sollte man deswegen über ein Testkonto den Zugang ausprobieren. Erfahrungsgemäß bereiten Banken, die nur auf eine SSL-Verschlüsselung setzen, den Mac-Usern die wenigsten Probleme. Rainer Wolff

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