1047634

Microsoft legt Kartell-Beschwerde gegen Google bei EU ein

01.04.2011 | 07:29 Uhr |

Microsoft hat bei der EU-Kommission Beschwerde gegen Google eingereicht

microsoft logo
Vergrößern microsoft logo

Darin wirft der Softwarekonzern dem Betreiber der führenden Suchmaschine vor, gegen Konkurrenten wie Microsofts Bing unfaire Methoden anzuwenden, um ihnen den Zugang zum Suchmarkt und den damit verbundenem Anzeigengeschäft zu erschweren. Google zeige laut Microsofts Rechtsvorstand Brad Smith "ein breites Muster von Geschäftsgebaren, das darauf zielt, jeden an der Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Alternative zu hindern." Microsoft schließt sich mit seiner Klage vier anderen Firmen an, die sich bereits wegen Google an die EU-Kommission wandten. Schon im Februar 2011 waren das die französische Suchmaschine Ejustice.ft , die deutsche Shoppingsite Ciao.com (mittlerweile von Microsoft übernommen) und die britische Preisvergleichssite Foundem . Im Februar 2011 kam die Mutterkompanie von Ejustive.frt 1plusV hinzu.

Das Büro des Wettbewerbskommissars Joaquin Almunia lässt ausrichten, man werde Google zu dem Thema befragen aber keine weiteren Informationen zu dem Fall geben.

Google reagiert in einer Stellungnahme gelassen: "Wir sind über Microsfts Vorgehen nicht überrascht, da eine Tochterfirma zu den ursprünglichen Beschwerdeführern gehört. Wir werden den Fall weiter mit der EU-Kommission diskutieren und freuen uns jederzeit, unser Geschäftsmodell zu erklären."

Die Stellungnahme des neuen Rechtsvorstandes von Microsoft Smith lässt tief blicken, dass der Konzern die ewigen Streitigkeiten mit den europäischen Wettbewerbshütern um den Internet Explorer nicht vergessen hat und sich nun Hilfe im Kampf gegen Google verspricht: "Nach mehr als einem Jahrzehnt Erfahrung in der anderen Rolle vor der EU-Kommission ist das Einreichen einer formalen Kartell-Beschwerde nichts, was wir leicht nehmen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
1047634