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Patentstreit gegen HTC soll 100 Millionen US-Dollar gekostet haben

25.01.2012 | 07:27 Uhr |

Die Barreserven Apples haben sich auch im zurückliegenden Quartal vergrößert, so dass sich Apple einen längeren Rechtsstreit um Smartphone- und Tablet-Patente leisten kann.

Gericht-Urteil
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Wie Dan Lyons in seinem Blog berichtet hat Apple sich den Patentkrieg gegen HTC, der im Jahr 2010 mit einer der ITC (International Trade Commission) vorgebrachten Beschwerde über den taiwanesischen Hersteller begann, 100 Millionen US-Dollar bisher kosten lassen. Die Zahl habe Lyons aus informierten Kreisen, gleichwohl aber aus zweiter Hand. So bleibt die Zahl unbestätigt im Raum und die von Lyons aufgestellte Rechnung vage: Apple habe 84 Einsprüche gegen HTC erhoben, die auf zehn Patenten basieren, nur im Falle eines einzigen Patents hat die ITC Apple bisher abschließend Recht gegeben.

"Apple kann sich gewiss die Anwalts- und Gerichtsgebühren leisten und zeigt kein Anzeichen des Nachlassens. Apple ist aber mit zehn Patenten in den Ring gestiegen - vermutlich den besten - und geht mit nur einem kleinen Sieg in einem Fall heraus. War es das wert?" Mehrere Verfahren gegen HTC sind vor der Behörde noch anhängig, zwei Gegenklagen stehen ebenso noch aus.

Dass Apple Willens ist, den Streit gegen Hersteller von Android-Smartphones aggressiv weiter zu verfolgen, dürfte eine Art Vermächtnis von Steve Jobs sein. Der verstorbene Apple-Gründer hatte seinem Biographen Walter Isaacson verraten, zur Not die gesamten Barreserven Apples aufwenden zu wollen, um "dieses Unrecht wieder gut zu machen." Jobs sah in Googles mobilem Betriebssystem Android ein plumpes Plagiat der Ideen Apples und sei zum "thermonuklearen Krieg" gegen Google bereit gewesen.

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