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Skype-Gründer verklagen Skype

17.09.2009 | 10:55 Uhr |

Das aktuelle Unternehmen der beiden Skype-Gründer verklagt die VoIP-Firma, mit der sie berühmt wurden. Dabei geht es um Urheberrechtsverletzungen. Die Gründer hatten zwar die Firma, nicht aber die Technik von Skype verkauft.

Joltid, das Unternehmen von Janus Friis und Niklas Zennstrom, fordert Schadensersatz und Unterlassung von den jetzigen Eigentümern von Skype. Die beiden Schweden hatten die Firma der Internet-Telefoniesoftware Skype im Jahr 2003 gegründet und im Jahr 2005 für geschätzte 2,6 bis drei Milliarden Dollar an Ebay verkauft. Trotz des hohen Preises kaufte das Auktionshaus dabei die Skype zugrunde liegende Technik nicht mit. Das Protokoll, auf dem die Telefonverbindungen basieren, musste Ebay von der Firma Joltid der beiden Gründer lizensieren.

Ebay kaufte Skype ohne die notwendige Technik

Zuletzt hatten Friis und Zennstrom die Lizenz zurückgezogen. Daraus folgt ein Rechtsstreit in Großbritannien, bei dem Ebay die Kündigung der Lizenz anfechtet. Ebay arbeitet laut eigener Aussage an einer Lösung, um das Protokoll von Joltid zu ersetzen. Die Schweden wollen die Kündigung jetzt ihrerseits mit der Klage vor einem kalifornischen Gericht durchsetzen und Schadensersatz verlangen, weil Skype noch immer mit der "Fasttrack"-Technik von Joltid arbeitet.

Vor wenigen Wochen hatte Ebay rund zwei Drittel der Anteile an Skype an eine Investorengruppe verkauft . Das Auktionshaus erhielt für diese Anteile rund 1,9 Milliarden US-Dollar. Zernnstrom und Friis gelten als Experten für P2P-Protokolle, bei denen der Datenverkehr nicht nur zwischen Nutzer und Servern, sondern auch zwischen den Nutzern selbst stattfindet. Anfang des Jahrtausends war ihre Tauschbörse "Kazaa" sehr erfolgreich, bevor sie mit Skype Milliardäre wurden. Später entwickelten sie mit " Joost " eine Online-TV-Plattform, die ebenfalls auf P2P basiert.

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