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Red Hat sieht wieder rot

21.03.2002 | 10:36 Uhr |

MÜNCHEN ( COMPUTERWOCHE ) - Der US-amerikanische Linux-Distributor Red Hat steigerte im vierten Quartal der Geschäftsjahres 2002 (Ende: 28. Februar) seinen Nettoverlust im Vergleich zum Vorjahr von 24,2 Millionen Dollar auf 41,9 Millionen Dollar. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) erzielte die Company einen leichten Profit von einer Million Dollar. Das operative Ergebnis lag damit im Rahmen der von First Call/Thomson ermittelten durchschnittlichen Analystenerwartungen, unterbot jedoch den Gewinn des Vorjahreszeitraums in Höhe von 1,9 Millionen Dollar. Die Einnahmen gingen im Vergleich zum Vorjahr von 22 Millionen um 15 Prozent auf 18,6 Millionen Dollar zurück.

Als Konsequenz auf die schlechten Zahlen will die Linux-Company nun verstärkt Großkunden ihr Betriebssystem und zusätzliche Services anbieten. Als Beweis für erste Erfolge in diesem Bereich meldete Red Hat Vertragsabschlüsse mit zehn großen Unternehmen, darunter Morgan Stanley, AOL, Siemens, die Deutsche Bank sowie die Deutsche Post.

Den erst im Februar 2001 erworbenen Geschäftsbereich Netzwerkberatung löste das Unternehmen dagegen komplett auf. In der Abteilung "Embedded Linux" wurde die Mitarbeiterzahl reduziert, da diese Sparte nach Angaben von Red-Hat-CEO Matthew Szulik nicht die erhofften Erfolge ausweisen konnte. Nachdem zumindest ein Teil der Angestellten in die Kernbereiche überführt wurde, zählt die Company nun insgesamt noch zwischen 620 und 635 Mitarbeiter. (mb)

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