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Regierung soll Ausbau der Internet-Kompetenz fördern

19.02.2001 | 00:00 Uhr |

Für den Ausbau der Computer- und Internet-
Kompetenz in Deutschland haben Branchenexperten deutliche Zeichen der
Regierung gefordert. So sollte etwa der Kauf von Schüler-PCs von der
Bundesregierung steuerlich gefördert werden, schlug der Bundesverband
Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM)
vor.

Außerdem müsse es Firmen ermöglicht werden, ihre Mitarbeiter zu
Hause mit Computern auszustatten, ohne dass dafür wie bisher ein
geldwerter Vorteil versteuert werden muss. «Damit würde die
Bundesregierung ein wichtiges Zeichen setzen», sagte BITKOM-
Vizepräsident Willi Berchtold im Vorfeld der Computermesse CeBIT am
Montag in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die steuerliche Vergünstigung beim Firmenkauf von Home-PCs für
ihre Mitarbeiter könnte nach Aussage von Berchtold die
Verbreitungsrate von PCs in Haushalten von derzeit bundesweit 34
Prozent auf US-Niveau von 65 Prozent verbessern. «Das würde die IT-
Kompetenz hier zu Lande verstärken und uns damit auf dem Weg in die
Informationsgesellschaft voranbringen.» In Schweden habe ein
entsprechendes staatliches Programm zu einer «explosionsartigen
Verbreitung von PCs geführt».

Sinnvoll sei auch die steuerliche Förderung beim Kauf von Laptops,
die Schüler sowohl zu Hause als auch mit dem Schulsystem vernetzt
benutzen könnten. «Für die öffentlichen Haushalte wäre das insofern
ein Nullsummenspiel, als sie für die Ausstattung in der Schule
entsprechend weniger zahlen müssten», meinte Berchtold.

Zur Entwicklung der IT-Branchen in Deutschland sagte Berchtold:
«Wir beurteilen die Zukunft optimistisch, sehen aber durchaus auch
Wolken am Horizont.» Das habe mit der nachlassenden Konjunktur in den
USA als dem weltgrößten Markt zu tun. Die Entwicklung des Euro, der
den Export in Deutschland mit beeinflusst, müsse man ebenfalls
betrachten.

Schließlich habe die Entwicklung an den Finanzmärkten Einfluss auf
die Kapitalbeschaffung vor allem neuer Unternehmen (Startups). «Der
Markt insgesamt wird in diesem Jahr wahrscheinlich nicht mehr
zweistellig wachsen, aber sicher hoch einstellig und damit
gesamtwirtschaftlich immer noch eine Menge Zugkraft entwickeln»,
sagte Berchtold.
dpa

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