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Regulierungsbehörde verbietet 25.000 Dialer

19.04.2004 | 10:31 Uhr |

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (Reg TP) macht Ernst im Kampf gegen den Betrug mit Dialern.

Die Wettbewerbshüter haben die Registrierung 25.000 solchen Einwahlnummern widerrufen, die von den Unternehmen Intexus, Global-Netcom und Consul Info bei der Behörde gemeldet waren. Der Widerruf gilt rückwirkend, das heißt, dass Kunden für über diese Dialer entstandene Verbindungskosten nicht aufkommen müssen. Die Reg TP begründet ihre Maßnahme damit, dass die von den drei genannten Firmen registrierten Einwahlprogramme die Regeln für Sonderrufnummern nicht erfüllen. Als Grund wurde das Fehlen einer so genannten Wegsurfsperre genannt. Sie verhindert, dass Verbindungen zu teuren Mehrwertdienste-Rufnummern über einen längeren Zeitraum ohne Wissen des Kunden aufrechterhalten werden und soll Verbraucher so vor überhöhten Telefonrechnungen schützen. Die Wegsurfsperre ist ein Kriterium des seit August 2003 gültigen "Gesetzes zur Bekämpfung des Missbrauchs von 0190er-/0900er-Mehrwertdiensterufnummern". Darin ist geregelt, dass eine solche Einwahlsoftware bei der Reg TP mit Minuten- und Einwahlpreisen gelistet sein muss. Dabei dürfen die Minutenpreise zwei Euro nicht überschreiten und zeitunabhängige Tarife nicht teurer sein als 30 Euro. Außerdem muss der Download des Dialers für den Nutzer klar erkennbar sein und er die Aktivierung und Verbindungserstellung bestätigen. (pg)

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