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Regulierungsbehörde will DSL-Markt offen halten

21.11.2000 | 00:00 Uhr |

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post, kurz RegTP, rückt dem ehemaligen Staatsmonopolisten Deutsche Telekom weiter auf die Pelle: Nachdem die Behörde den Bonner Carrier in der vergangenen Woche dazu verdonnert hatte, seinen Konkurrenten Leitungskapazitäten zu Großhandelstarifen ohne Zeittakt (Flatrate) zur Verfügung zu stellen, will man sich nun auch die breitbandigen DSL-Internet-Zugänge (Digital Subscriber Line) vornehmen.

RegTP-Chef Klaus-Dieter Scheurle kündigte gegenüber der "Berliner Zeitung" an, man werde Anfang kommenden Jahres über den Zugang von Telekom-Konkurrenten zum DSL-Netz entscheiden. "Wir müssen darauf achten, dass der DSL-Markt nicht kaputt gemacht wird, bevor er sich richtig entwickeln kann", erklärte Scheurle. Dabei sollen DSL und Festnetztelefonie offenbar entkoppelt werden, so dass ein Kunde zwar weiter über die Telekom telefonieren, seinen Breitband-Anschluss aber über einen anderen Anbieter beziehen könne. Dies sehe auch eine entsprechende EU-Verordnung vor. CW

Info: Computerwoche

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