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Report: In-App-Werbung überholt klassische Online-Werbung beim Umsatzwachstum

02.04.2015 | 10:55 Uhr |

Laut einem Trend-Report von App Annie gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen IDC zu Entwicklungen des App-Markts 2013 bis 2014 und Marktprognosen bis 2018 ist auf dem deutschen App-Markt von 2013 auf 2014 ein Umsatzwachstum von 80 Prozent zu verzeichnen.

Laut dem Reportentwickelten sich in Deutschland zwischen 2013 und 2014 die App-Umsätze miteinem Wachstum von insgesamt 80 Prozent positiv . Darin enthalten sind Umsätze durch In-App-Werbung, Umsätze durch kostenpflichtige Downloads sowie durch In-App-Käufe. Entsprechend sind demnach auch die Prognosen für den deutschen App-Markt von 2014 bis 2018: Der gesamte App-Umsatz soll sich um 310 Prozent erhöhen. Die Verteilung der Umsatzquellen unterscheide sich hierbei von Land zu Land sehr stark: Im Jahr 2014 wurden in Deutschland 68 Prozent des Umsatzes durch kostenpflichtige Apps oder In-App-Käufe erwirtschaftet, 32 Prozent durch In-App-Werbung.

Auch in allen zehn von App Annie beobachteten Märkten sei der App-Umsatz von 2013 bis 2014 um insgesamt 70 Prozent gewachsen: Zum einen ist dies laut der Untersuchung auf bezahlte Downloads und In-App-Käufe zurückzuführen, zum anderen habe auch die In-App-Werbung kräftig floriert. Bei der klassischen Online-Werbung auf dem Desktop oder auf mobilen Endgeräten (etwa durch ”Mobile Search Advertising“) sei das Wachstum dagegen deutlich geringer. Für den Umsatz mit kostenpflichtigen Apps und In-App-Käufen prognostiziert  App Annie demgegenüber von 2014 bis 2018 eine Zunahme um 90 Prozent, bei der In-App-Werbung sogar um 320 Prozent.

Um sich auf dem Markt von anderen Anbietern abzuheben, gibt es unterschiedliche Business-Strategie. Grundsätzlich können Publisher dabei zwischen vier verschiedenen Monetarisierungsmodellen wählen: ”Freemium“ (kostenloser Download mit möglichen In-App-Käufen), ”Paid“ (kostenpflichtiger Download ohne mögliche In-App-Käufe), ”Paidmium“ (kostenpflichtiger Download mit In-App-Käufen) und ”In-App-Werbung“ (App enthält Werbeflächen wie Banner- oder Video-Ads). Die Modelle Freemium und die In-App-Werbung legten laut dem Report von 2013 auf 2014 mit einem Umsatzwachstum von jeweils über 70 Prozent am meisten zu, während Paid und Paidmium weiterhin deutlich sanken. Allerdings könnten auch diese Monetarisierungsstrategien bei bestimmten Apps auch zum Erfolg führen.

Die Modelle Freemium und In-App-Werbung schrecken die Nutzer nach der Einschätzung des Reports nicht durch Vorabkosten ab und sichern den Publishern gleichzeitig konstante Einkommensströme. Das Freemium-Modell sei selbst bei einem sehr kleinen Anteil an Nutzern, die In-App-Käufe tätigen, sehr erfolgversprechend: Die Apps können so strukturiert werden, dass sie genau die Nutzer ansprechen, die regelmäßig kaufen. Bei der In-App-Werbung haben demnach die statische Banner-Werbung und die statische Full-Screen-Werbung bei den befragten Publishern bislang am meisten Umsatz generiert.

Die Ergebnisse basieren auf Marktdaten von App Annie und IDC aus den App Stores iOS und Google Play in den zehn Ländern Brasilien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Japan, Kanada, Russland, Südkorea und USA. App Annie führte darüber hinaus im März 2015 eine Umfrage zum Thema App-Monetarisierung unter App-Entscheidern aus. App Annie ist eine Plattform für Entscheider für die mobile App-Wirtschaft. Das Unternehmen kombiniert nach eigener Auskunft die Analyse einzelner Apps mit den granularen Ergebnissen von Wettbewerbs- und Marktdaten.

 

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