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Retina-Apps: Diese Anwendungen sind schon angepasst

19.03.2012 | 16:20 Uhr |

Apps müssen für das Retina-Display des neuen iPad angepasst werden. Nur dann kann man die hohe Auflösung auch genießen. Wir zeigen Apps, die bereits toll mit der Retina-Auslösung funktionieren.

Retina Spiel
Vergrößern Retina Spiel

Apple quetscht vier Mal so viele Pixel in das neue iPad im Vergleich zu den Vorgängern. Dies bedeutet, dass auch die Oberflächen der Apps angepasst werden müssen. Denn sonst erkennen Sie mit bloßem Auge pixelige Bilder und Treppeneffekte bei Grafiken. Nur Schriften, die vom iOS-System gerendert werden, sind automatisch knackig-scharf.

Wir haben den App Store durchstöbert und zeigen Ihnen die Anwendungen , die bereits jetzt dank eines Updates das volle Retina-Vergnügen bringen:

Doch die schickere, schärfere Optik hat auch Nachteile. Denn Apps, Fotos und Videos benötigen jetzt teilweise deutlich mehr Platz, damit man vom besseren Bildschirm profitiert. Beispielsweise das Rennspiel "Asphalt 6 HD" ist mit dem Retina-Update gleich um ganze 500 Megabyte gewachsen. Auch kleinere Apps legen mit dem Update teils um die Hälfte zu oder verdoppeln den Platzbedarf gar. Wer also einige Spiele, Fotos oder Videos auf seinem iPad sammeln möchte, sollte das kleinste iPad mit 16 Gigabyte Speicher meiden.

Toller E-Book-Reader - schlecht für PDFs

Besonders Leseratten werden ihren Spaß mit dem neuen iPad haben. Denn Texte wirken dank der scharfen Buchstaben deutlich ruhiger und sind angenehmer zu lesen. Dies gilt sowohl für die E-Bookvarianten (iBooks, Kindle) als auch für Texte im Web. Wir finden Lesen auf dem neuen Retina-Display sehr viel angenehmer.

Adobe Reader zeigt PDFs nur in einer zerstörten Darstellung an.
Vergrößern Adobe Reader zeigt PDFs nur in einer zerstörten Darstellung an.

Dagegen haben andere Apps teils deutliche Probleme mit der hohen Auflösung. Einige Apps, die PDF-Dateien darstellen sollen, kämpfen sehr mit den Retina-Details. Während iBooks und die iOS-integrierte PDF-Vorschau kaum Probleme haben, dauert die Darstellung einer Seite bei anderen Apps sehr lange. Ausgerechte der offizelle Adobe Reader scheitert bei komplexen PDFs vollständig und zeigt sie völlig falsch an.

Retina sorgt für mehr Ballast

Die schickere, schärfere Optik hat auch Nachteile. Viele App-Anbieter müssen jetzt hochauflösende Grafiken und Bedienelemente einbauen, damit Apps auf dem Retina-Bildschirm gut aussehen. Das iOS-Gerät lädt dann automatisch die Grafiken mit der passenden Auflösung. Bei Universal-Apps gibt es jetzt gleich vier Sätze an Bilddateien: iPhone 3GS und 4(S), sowie iPad und "iPad 3". Besonders kleine Apps wachsen durch das Update auf die Retina-Auflösung teils beträchtlich.

Bei Spielen, die nicht nur Knöpfe, sondern gleich die Texturen ganzer Spielewelten in besserer Auflösung zeigen müssen, ist dies besonders auffällig. So ist das Rennspiel "Asphalt 6 HD" mit dem Retina-Update gleich um ganze 500 Megabyte angewachsen. Selbst kleinere Apps legen mit dem Update um die Hälfte zu oder verdoppeln den Platzbedarf.

Auch andere Medien sind nun anspruchsvoller. Apps, Fotos und Videos benötigen jetzt teilweise deutlich mehr Platz, damit man vom besseren Bildschirm profitiert. Wer also Spiele, Fotos oder Videos auf seinem iPad sammeln möchte, sollte das kleinste iPad mit 16 Gigabyte Speicher meiden.

Für App-Anbieter, die Medieninhalte liefern, ist das neue Update eine besonders große Herausforderung. Dienste, die Fotos oder Videos auf dem iPad anzeigen, müssen im schlimmsten Fall ihren gesamten Datenbestand in höherer Qualität neu umrechnen. Video-Streams mit knapp bemessenen Datenraten sehen auf dem neuen iPad ganz schlecht aus.

Scharf im Web

Aktuell gibt es beim iPad die gleiche Übergangsphase wie beim iPhone im Jahr 2010. "Ah, die Texte sind aber scharf! Oh, die Bilder und Schalter sehen aber pixelig aus!"

Den gleichen Effekt gibt es auch auf Webseiten: Scharfer Text, mit dem die Bilder nicht mithalten können. Technisch gibt es Möglichkeiten, dies zu ändern. Webseiten können anhand der Display-Auflösung des Nutzers ein passendes Stylesheet, also eine Webseitenformatierung, wählen. Damit können Webentwickler auch passende, höher aufgelöste Bilder anzeigen. Apple geht hier einen Schritt voran und hat seine Homepage bereits umgebaut. Wer mit dem neuen iPad auf Apple.com surft, merkt, dass die Produktfotos des iPad nach einigen Sekunden schärfer werden. Safari lädt hier zunächst das Standardbild und ersetzt es per Javascript durch eine hochauflösende Version. Der Unterschied, obwohl optisch dezent, ist hinter den Kulissen enorm: Apples Retina-Bild auf der Startseite besteht aus 3,5 Millionen Bildpunkten, die Standardversion hingegen nur aus 800 000.

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