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Retro-Fans bleiben ihren Kult-Rechnern treu

14.02.2005 | 13:28 Uhr |

In den drei vergangenen Dekaden hat der Personalcomputer eine rasante Entwicklung durchlebt. Doch eine kleine Gruppe von PC-Nostalgikern bleibt ihren Rechnern aus den frühen Tagen des Heimcomputers treu.

So gibt es einen regelrechten Kult um Computer-Klassiker, die offiziell längst vom Markt verschwunden sind. «Steinzeit-PCs» wie der C64 oder Design-Vorreiter wie der Apple Cube erleben daher ein anhaltendes Comeback. Für viele der totgesagten Systeme können immer noch neue Anwendungen gekauft werden - was aber oft kein billiger Spaß ist.

«Für viele Computer-Fans ist der erste PC immer noch die große Liebe», erklärt Michael Mikolajczak, Kurator vom Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn. Sammler schwärmten zum Beispiel für Museumsstücke wie den Sinclair ZX 80, den Apple II oder den Altair 8800, der 1975 als weltweit erster PC vorgestellt wurde. Mit seinen Kippschaltern und Leuchtdioden habe er zwar wenig Ähnlichkeit mit heutigen PCs, Liebhaber würden für das Modell aber bis zu 5000 Euro bieten.

Allen voran weckt der C64 von Commodore heute bei vielen Insidern Jugenderinnerungen. Mit einem Prozessor von 0,985 Megahertz und einem Arbeitsspeicher von 64 Kilobyte kam er 1982 auf den Markt und gilt laut Guinnessbuch der Rekorde bis heute als der meistverkaufte Computer der Welt: Bis 1993 wurden rund 30 Millionen Stück gebaut.

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