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Retten Seesterne Moores Gesetz?

27.08.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Forscher in den Bell Labs von Lucent haben gemeinsam mit Kollegen im Natural History Museum in Los Angeles und am israelischen Weizmann Institute of Science etwas Sensationelles entdeckt: Im Skelett fünfarmiger Meerestierchen, so genannter Brittlestars (ein zoologisches Fachwörterbuch haben wir gerade nicht zur Hand - es handelt sich aber um Invertebraten und Seesternverwandte), entdeckten sie optische Rezeptoren, deren Kalzit-Kristalle "fast perfekt" und viel leistungsfähiger als bisher von Menschenhand geschliffene Linsentechnik arbeiten.

Joanna Aizenberg, die zuständige Bell-Labs-Projektleiterin, schätzt, dass die tierischen Linsen 15 mal leistungsfähiger sind als heutige optische Technik. Da Linsen sowohl in optischen Netzkomponenten als auch bei der Chip-Lithographie von großer Bedeutung sind, könnte die Entdeckung weit reichende Folgen für die IT-Zukunft haben. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass es gelingt, die wissenschaftlichen Erkenntnisse in konkrete Produkte umzusetzen. "Jetzt müssen die Ingenieure ran", erklärte Aizenberg.

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