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Rezension: Amit Singh, Mac OS X Internals

04.12.2006 | 13:00 Uhr |

Wie funktioniert das Mac-Betriebssystem und wie startet es genau? Antworten auf diese und noch viele, viele andere liefert Amit Singh - aber leider nur in Englisch.

Titelbild Amit Singh OS X Internals
Vergrößern Titelbild Amit Singh OS X Internals

1641 Seiten oder 2,5 Kilogramm. "Mac OS X Internals" heißt das Machwerk und nicht nur wir stellen uns die Frage: Muss man die wirklich haben oder gar lesen? Um es vorweg zu nehmen: Man muss das Buch nicht lesen. Die 1641 Seiten sind anstrengend und manchmal auch ermüdend. Nicht nur weil die Lektüre auf Englisch stattfinden muss, sondern auch, weil der Autor Amit Singh sehr systematisch vorgeht und damit selbst eingefleischte Fans von Mac-OS X (wie uns) zum Gähnen bringt.

Aber andererseits ist Singhs "Systems Approach" an vielen Stellen sensationell erhellend. Wer Apples Dokumentation kennt, wird den dicken Wälzer lieben. Denn Singh schreibt auf den Punkt und belegt viele Textstellen mit Programmbeispielen (in der Programmiersprache C; sehr selten in Objective-C). Wenn sich ein Problem mit einem der Unix-Programme lösen lässt, die Apple mitliefert, bekommt man von Singh die Handreiche, wie das Programm arbeitet und was man damit erledigen kann, ohne selbst programmieren zu müssen.

Ein Beispiel: Auf Seite 127 beschreibt Singh den Befehl "drutil", der auf das DiscRecording.framework zurückgreift -- eine vorgefertigte Programmbibliothek für den Umgang mit CD- und DVD-Brennern.

Tippt man "drutil list" im Dienstprogramm Terminal ein, erhält man eine Liste aller Brenner, die die Programmbibliothek im Moment ansprechen kann. Mit "drutil getconfig current" bekommt man dann zusätzlich die Information, welche Medien der Brenner beschreiben kann. Ganze drei Zeilen später bekommt man dann den nötigen Befehl ("hdiutil") genannt, mit dem man die Informationen von vorher nutzt, um eine virtuelle Festplatte ("disc image") auf CD oder DVD zu brennen.

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