960480

Rezension: Zwei Titel zu Indesign CS 2

07.12.2006 | 13:00 Uhr |

Zwei Bücher, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Mit „Indesign: gewusst wie“ liefert Günter Schuler eine prima Einführung für Ein- und Umsteiger, in „Adobe Indesign CS2 und Incopy CS2“ von Anna Kobylinska und Filipe Pereira Martins bleibt keine Frage zu den beiden Layoutprogrammen ohne Antwort.

Indesign CS 2 Logo
Vergrößern Indesign CS 2 Logo

Im direkten Vergleich offenbaren beide Titel ihre Stärken und Schwächen.

Indesign: gewusst wie

Mit der Ankündigung im Vorwort, sich auf die „essentiellen Grundtechniken, welche die Effektivität des Programms ausmachen“ zu fokussieren, da nicht das „Komplexe und Schwierige erfolgreich ist, sondern vielmehr das Simple, Eingängige und leicht Nachvollziehbare“ verspricht das Indesign-Buch von Günter Schuler echte Arbeitshilfen.

Und tatsächlich, Aufbau und Einteilung des Praxisführers geben einen guten Einstieg in die aktuelle Version CS 2 von Adobes Layoutprogramm. Auch wenn die farbige Optik der Seiten nicht jedem gefällt, sie unterstützt den Lesefluss und erleichtert mit vielen Screenshots die Orientierung. Vor allem der Schnelleinstieg für Indesign-Neulinge ist ein hilfreiche Einführung. Dem kurzen Schnelleinstieg folgt das zweite Grundlagenkapitel, in dem Schuler zeigt, wie der Anwender die Oberfläche, Paletten und Werkzeuge an die eigenen Gewohnheiten und Arbeitsweisen anpassen kann.

Nach den Grundlagen die Praxis

Den Schwerpunkt setzt Schuler mit seinem Praxisteil, der in neun Kapiteln die wichtigsten Bereiche des Layoutens abdeckt: Layouts anlegen, Musterseiten erstellen, Typografie, das Platzieren von Text und Bilder, der Umgang mit Grafiken, Transparenzen, Freistellern und Tabellen – jeden dieser Bereiche erklärt Schuler anschaulich, mit vielen Praxisbeispielen und einigen Tipps. Man merkt, dass der Autor weiß, wovon er spricht. Seine Erfahrung schlägt sich auch in zahlreichen Tipps, alternativen Vorschlägen und Hinweisen für Xpress-Anwender nieder. Auch wenn das Buch optisch manchmal zu dick aufträgt – gerade bei den Arbeitsbeispielen kämpfen schwarze Kästen, große Screenshots, bunte Bilder und rot gesetzte Anmerkungen auf einem mit einem Raster unterlegten farbigen Hintergrund um die Aufmerksamkeit des Lesers – im großen und ganzen sind die 192 Seiten des Indesign-Buches gut zu lesen und vielen dicken Praxishandbüchern, die in seitenweiser Eintönigkeit 101 Funktionen abhandeln, vorzuziehen. Ein eigenes Kapitel widmet Schuler der Möglichkeit, eigene Tastenkürzel anzulegen und die überbordende Palettenflut von Indesign an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

0 Kommentare zu diesem Artikel
960480