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Ritterschlag für WWW-Erfinder Berners-Lee

01.01.2004 | 11:15 Uhr |

Tim Berners-Lee, Erfinder des WWW und Direktor des W3C wird von Queen Elizabeth II zum Ritter mit dem zweit höchsten Rang "Order of the British Empire" geschlagen.

Der 48jährige Berners-Lee ist gebbürtiger Londonder und lebt heute in den USA. Seine Arbeit begann er 1980 als beratender Software-Entwickler am Kernforschungszentrum CERN in Genf. 1989 schlug er dort ein globales Hypertext-Projekt vor, das die Zusammenarbeit von Menschen und das Zusammenführen von Wissen in einem Web von Hyptertext ermöglicht. Dieses Projekt wurde schließlich als World Wide Web bekannt (WWW).

Er schrieb mit "httpd" den ersten Web-Server und mit dem Programm "World Wide Web" im Oktober 1990 den ersten Browser. Auch definierte er die erste Version einer "document formatting language" mit Hypertext-Links, heute als HTML bekannt. Im Dezember 1990 wurde das WWW erstmals innerhalb des CERN genutzt, im Sommer 1991 wurde Berners-Lee's Code im Internet veröffentlicht.

Von 1991 bis 1993 arbeitete Berners-Lee weiter an der Architektur des Web und stützte die Weiterentwicklung auf das Feedback der Anwender im Internet. Seine anfänglichen Spezifikationen für URLs, HTTP und HTML wurden dann in immer größeren Kreisen diskutiert und verfeinert.

1994 gründete Berners-Lee das World Wide Web Consortium (W3C), dem er auch weiterhin als Direktor vor steht. Das W3C koordiniert weltweit die Entwicklungen im Netz. Sein Ziel ist es, das gesamte Potenzial des Webs zu erschließen und seine Stabilität auch im Zuge der schnell fort schreitenden Entwicklung zu wahren.

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