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EU: Preise für Handy-Gespräche im Ausland weiter zu hoch

30.06.2010 | 07:30 Uhr |

Die Preise für Handy-Gespräche im Ausland sind der EU-Kommission noch immer zu hoch.

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Zwar haben Mobilfunkbetreiber ihre Tarife entsprechend der Vorgaben aus Brüssel gesenkt, sie blieben aber ganz dicht an den diktierten Preisobergrenzen. Es herrsche immer noch kein ausreichender Wettbewerb, bilanzierte die Kommission am Dienstag in Brüssel. Seit 2005 seien die Preise für Anrufe per Handy im EU-Ausland um 70 Prozent und für versandte SMS um 60 Prozent zurückgegangen.

"Dennoch werden den Verbrauchern noch immer keine Tarife angeboten, die wirklich deutlich unter den EU-Höchstpreisen liegen", bilanzierten die Wettbewerbshüter. Seit 2007 schreibt ein EU-Gesetz den Mobilfunkbetreibern Höchstgrenzen für Preise vor. Von diesem Donnerstag (1. Juli) an werden Handy-Gespräche aus dem europäischen Ausland erneut billiger: Abgehende Anrufe dürfen noch maximal 39 Cent je Minute kosten, eingehende 15 Cent - plus Mehrwertsteuer.

Besser sieht es laut EU-Kommission bei der mobilen Internet-Nutzung aus. In diesem Bereich sei unter Mobilfunkanbietern mehr Wettbewerb entstanden - und folglich sanken die Preise. Wer Anfang 2009 auf Reisen via Handy im Web surfte, zahlte noch durchschnittlich 3,62 Euro pro Megabyte - Ende des Jahres waren es knapp ein Euro weniger.

Obwohl Europäer nach Angaben der Kommission 2009 seltener in ihre Nachbarländer gereist sind, wurde insgesamt im Ausland mehr per Handy telefoniert. Damit wurden auch mehr Roaming-Dienste in Anspruch genommen. Diese Gebühren fallen für Gespräche an, die ein Handy- Besitzer außerhalb des eigenen Netzes im Ausland tätigt oder annimmt. Im Sommer 2009 wurden EU-weit 20 Prozent mehr SMS-Kurznachrichten (für je 11 Cent) verschickt als noch im Jahr davor. Beim mobilen Internet lag die Zuwachsrate bei 40 Prozent.

Vom 1. Juli an schiebt die EU auch der Kostenfalle Internet einen Riegel vor: Für das mobile Surfen gilt eine automatische und gesetzliche Kostenobergrenze von 50 Euro pro Monat (zuzüglich Mehrwertsteuer). Betreiber müssen die Verbraucher warnen, wenn diese sich dem Limit nähern - zum Beispiel per SMS oder Email. Bestätigt der Nutzer nicht ausdrücklich, dass er weiter online bleiben will, bricht die Verbindung ab, sobald die 50 Euro erreicht sind.

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