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Roamingkosten im Visier

10.12.2004 | 16:59 Uhr |

Mobilfunkbetreiber in der gesamten EU bekommen in den nächsten Tagen Post: Aufsichtsbehörden aus den EU-Staaten interessieren sich für Gebühren, die für Handy-Gespräche im Ausland anfallen.

Roaming-Gebühren, die bei der Nutzung eines ausländischen Mobilfunknetzes anfallen, seien oft zu hoch, teilte die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel mit. "Ob bei beruflichen oder privaten Reisen: Viele von uns waren unangenehm überrascht, als die nächste Rechnung nach Hause kam", sagte die für Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. Sie verspricht sich von der Fragebogenaktion mehr Informationen, die einer späteren Regulierung des Marktes dienen könnten.

Die EU-Wettbewerbshüter haben bereits Kartellverfahren gegen zwei britische Unternehmen wegen Roaming-Gebühren eröffnet, eine Entscheidung dazu steht aber noch aus. Üblich sind bei den Providern etwa 15 Prozent Aufschlag zu den Gesprächsgebühren, Kostenfalle sind Weiterleitungen auf die Mailbox, da so gleich zweimal Gebühren plus Gesprächskosten für die Weiterleitung und das spätere Abhören entstehen.

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