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Rolex zerrt Ebay vor den Kadi

17.05.2001 | 00:00 Uhr |

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Schweizer Edeluhrenschmiede Rolex, deren protzige "Oyster"-Chronometer unter anderem im "Milieu" als jederzeit zu versilbernde Geldanlage beliebt sind, hat am 25. April Ebay Deutschland sowie Ebay International verklagt. Beide Unternehmen sind Töchter des marktführenden US-Internet-Auktionshauses Ebay. Sie sollen laut Rolex billige Kopien der edlen Schweizer Zeitmesser angeboten und damit gegen das Copyright des Herstellers verstoßen sowie unlauteren Wettbewerb angezettelt haben.

Die Schweizer Firma drängt nun auf Schadensersatz sowie eine Unterlassungserklärung. Die Ebay-Zentrale erklärte in einer Pflichtveröffentlichung bei der US-Börsenaufsicht (durch die die Angelegenheit erst ruchbar wurde), sie halte die Klage für unbegründet und wolle mit allen Mitteln dagegen vorgehen. Das Unternehmen bietet Herstellern die Möglichkeit, die Ebay-Auktionen auf potenzielle Verletzung von Marken- und sonstigen Urheberrechten hin zu überwachen. In den USA nutzt Rolex zwar diese Möglichkeit, nicht aber in Deutschland.

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