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Rückdatierte Aktienoptionen: Droht auch Pixar ein Börsenskandal?

12.02.2007 | 09:51 Uhr |

Nach dem Aktienoptionen-Skandal bei Apple droht der Trickfilm-Schmiede Pixar jetzt ein ähnliches Schicksal.

John Lasseter, unter anderem der Regisseur der "Toy Story"-Filme und "Cars", soll im März 2001 eine Aktienoption auf eine Millionen Pixar-Anteile für jeweils 26,50 US-Dollar erhalten haben - der niedrigste Wert der Aktie des vorangehenden Jahres, den sie aber schon am 5. Dezember 2000 erreicht hatte. Dies berichten die Quellen des Wall Street Journals. Die Option sei bereits am 6. Dezember, also drei Monate vor der wirklichen Vergabe an Lasseter, einlösbar gewesen. Ähnliche Praktiken hatte es bis 2001 auch bei Apple gegeben. Besonders brisant ist die Nachricht aufgrund der Tatsache, dass Apple-CEO Steve Jobs im März 2001 auch CEO von Pixar war. Das Unternehmen verkaufte er erste 2006 an Disney. Im Rahmen des Apple-Skandals beteuerte Jobs, er habe von den Vorgängen nichts gewusst. Welche Rolle er bei Lasseters fragwürdiger Option gespielt hat, ist laut Wall Street Journla unklar. Der Vertrag mit John Lasseter, in dem auch die Aktienoptionen geregelt sind, trage jedenfalls Jobs' Unterschrift.

Die Rückdatierung von Aktienoptionen ist nicht illegal, die US-Börsenaufsicht SEC verknüpft damit jedoch strikte Bilanzierungsregeln. Der Apple-Aktienkurs gab nach den Berichten über Pixar um rund drei Prozent nach und steht mit 83,27 Dollar jetzt auf dem niedrigsten Wert seit einem Monat.

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