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Steve Jobs ist zurück bei Apple

30.06.2009 | 10:30 Uhr |

Apple-Chef Steve Jobs ist nach seiner Pause auf den Chefsessel zurückgekehrt. Er übernimmt von nun an wieder das Tagesgeschäft bei Apple. Zunächst wird er sich aber noch schonen.

Steve Jobs Macworld Expo 2008
Vergrößern Steve Jobs Macworld Expo 2008

Steve Jobs ist aus der Krankheitspause zurückgekehrt. Nach einem knappen halben Jahr Pause sitzt Jobs jetzt wieder auf dem Posten des Vorstandsvorsitzenden. Apple bestätigt Jobs' Rückkehr. "Wir sind sehr froh, dass er wieder da ist", schreibt Apple-Sprecherin Katie Cotton in einer E-Mail an unsere Kollegen von Macworld. Zunächst wird Steve Jobs jedoch nur wenige Tage pro Woche arbeiten. Im Januar hatte sich Jobs wegen gesundheitlicher Probleme aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen.

Er nannte "Hormonprobleme" als Grund für die Auszeit. Im Jahr 2008 hatte Jobs sichtbar deutlich abgenommen. Er selbst sagte, dass er wegen der angeblichen Hormonstörung keine Proteine mehr verwerten könne. Wie zuletzt bekannt wurde, unterzog Jobs sich jedoch einer Lebertransplantation , während er seinen Vorstandsposten ruhen ließ. Dies bestätigte ein Krankenhaus in Tennessee, wo Jobs operiert wurde. Ärzte halten es für möglich, dass die Leberprobleme eine Spätfolge des Bauchspeicheldrüsenkrebes sind, an dem Jobs 2004 erkrankte .

Braucht Apple Jobs?

Da es sich um eine seltene, weniger gefährliche Form des Krebs handelte, konnte dieser durch eine Operation geheilt werden. Anleger und Investoren kritisierten zuletzt die intransparente Kommunikationspolitik - darunter Milliardär Warren Buffet . Apple müsse den Anlegern reinen Wein einschenken und die Wahrheit über Jobs' Zustand kommunizieren. Andere halten die Krankheit für de Privatangelegenheit von Jobs.

Die Auszeit hat auch für Diskussionen über den Stellenwert des Apple-Mitgründers gesorgt. Manche halten ihn für unersetzlich, andere sehen seine Rolle als überschätzt an. In der Zeit, in der COO Tim Cook Jobs vertrat, lief das Tagesgeschäft weiter, Apple bereitete die Markteinführung eines neuen iPhones und gleich mehrere Macbook-Modelle vor. Auch Snow Leopard reift ohne ihn immer weiter heran. Keine besonderen Vorkommnisse soweit. Gefehlt hat vielen Nutzern dabei lediglich das Charisma eines Steve Jobs. Im Alltag ist Apple so gut besetzt, dass es offenbar keinen Leitwolf benötigt.

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