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S-ATA - Nachfolger für Firewire?

22.12.2004 | 10:29 Uhr |

Erste Festplattengehäuse mit S-ATA-Anschlüssen kommen auf den Markt - sie sind schneller und günstiger als die Firewire-Konkurrenz.

Käufer einer externen Festplatte standen bisher vor der Wahl zwischen einem preiswerten USB-2-Gerät oder einer schnellen Firewire-Variante. Seit kurzem sind aber auch Geräte mit externer S-ATA-Schnittstelle auf dem Markt - zu recht niedrigen Preisen. Bei Alternate gibt es etwa mit dem e.SATA-Gehäuse bereits ein Festplattengehäuse für 34 Euro. Potentiell ist eine per S-ATA-Schnittstelle angebunden Festplatte ja sogar schneller als eine Firewire-Festplatte. Ist S-ATA bereits eine Konkurrenz für Apples High-End-Lösung Firewire 800?

Die relativ neue Schnittstelle S-ATA ist eine Weiterentwicklung der alt bewährten parallelen Schnittstelle ATA, die zur Differenzierung immer öfter auch P-ATA genannt wird. Als interne Schnittstelle hat S-ATA Vorteile, wie etwa eine sehr geringe Kabeldicke, die eine einfachere und leichter kühlbare Installation erlaubt. Aber auch die mögliche Datentransferrate ist mit 150 MB pro Sekunde etwas höher als ATA 133 (133 MB/s) und das Gerät ist "hot-pluggable": Wie bei USB oder Firewire kann man S-ATA-Peripherie deshalb im laufenden Betrieb anschließen. Apple verbaut interne S-ATA-Festplatten bereits in den aktuellen iMacs und Power Macs. Alle Festplattenhersteller haben mittlerweile S-ATA-Festplatten im Angebot - diese sind sogar preiswerter in der Produktion.

Aber auch als Schnittstelle für externe Peripheriegeräte ist S-ATA geeignet. Besonders für den Anschluss einer Festplatte bietet sich S-ATA an. Macianer benötigen allerdings eine PCI-Karte mit externen S-ATA-Schnittstellen. Besitzer eines Powerbooks oder iMacs bleiben außen vor. Lacie bietet ein Paket aus PCI-Karte und S-ATA-Festplatte , das etwa bei Arktis zu Preisen ab 240 Euro zu haben ist. Für 200 Euro hat die Firma DSP-Memory ein Kit von Seritek im Angebot, bestehend aus einem S-ATA-Controller und einem Gehäuse mit Anschlüssen für zwei S-ATA-Festplatten. Die PCI-Karte allein ist für 80 Euro zu haben . Noch schneller wird der Datentransfer, wenn man zwei externe Festplatten als ein Raid-0-System verwendet. Im Prinzip werden hier zwei Festplatten gleichzeitig angesprochen. Laut einem Test der Webseite Barefeats schafft ein solches S-ATA-Raidsystem mit zwei gekoppelten externen Festplatten Datentransferraten bis zu 132 MB/s - schnell genug für anspruchsvolle Videoproduktion.
Interessant für Mac-OS 9-Fans: Die Karte soll mit Software von Drittherstellern auch unter Mac-OS 9 Raid-Systeme unterstützen. Für Performance hungrige Mac-OS-9-Benutzer ergeben sich hier ganz neue Datentransfer-Welten.

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