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Neue iMacs gut für SSD geeignet

09.05.2011 | 07:15 Uhr |

Wie die Macbook Pro-Modelle sind auch die iMacs mit SATA-3.0-Unterstützung perfekt auf die nächste Generation von SSD-Chips abgestimmt. Um aber wirklich für den Anwender verdoppelte Geschwindigkeit gegenüber der Vorgänger-Technologien zu erzielen muss jetzt noch das SSD-Controller-Design überarbeitet werden

iMac 2011 Design
Vergrößern iMac 2011 Design
© Apple

Die neue iMac -Generation ist perfekt auf den Einsatz von den schnellen NAND-Flash Speicher von Apple abgestimmt. Apples neue iMac Modelle mit Intels Z68-Chips auf Basis der Sandy Bridge -Architektur können nun alle wahlweise mit SSD-Speicherbausteinen zum schnellen Booten ausschließlich oder als Ergänzung zur herkömmlichen Festlatte ausgestatten werden. Bisher war diese Option nur dem 27-Zoll Top-Modell vorbehalten, aber jetzt bietet jeder iMac - außer dem 2,5 GHz-Einsteigermodell - die Auswahl, die Standard-Festplatte gegen 500 Euro Aufpreis gegen 256 GB SSB auszutauschen oder zusätzlich dazu mit 600 bzw. 750 Euro Aufpreis eine 1-TB oder 2-TB-Festplatte zu konfigurieren.

Was darf der Anwender von SSD in iMacs erwarten?

Der neue Z68-Chipsatz von Intel unterstützt Intels Technologie zum schnellen Caching für SSDs (Rapid Storage), dank dem das Betriebssystem und das Starten von Programmen von SSD wesentlich schneller sein wird. Nach dem Firmware-Upgrade vom letzten Donnerstag können iMacs eine Datenrate von bis zu 6GBit pro Sekunde auf eingebauten Speicher bewältigen: Damit erfüllt der iMac die neue SATA 3.0-Spezifikationen der aktuellen SSDs und der Rechner kann auch mit der nächsten Flash-Speicher-Generation optimal mithalten.

Apple setzt seit dem Macbook Air Modell von 2008 Flash-Speicher ein. Während es bei diesem ersten Modell lediglich eine teure Option zur Standard-Festplatte war, bieten die neuen Macbook Air Modelle ausschließlich NAND-Flash-Speicherbausteine an, die jetzt fest in das ultradünne Logic Board integriert sind.

Apple ist jedoch nicht die einzige Firma, die vermehrt auf SSD- oder Hybrid-Technologie setzt. Seagate ist derzeit einziger Hersteller mit einem Hybrid-Speicher : Momentus XT verbindet preisgünstige Festplattentechnologie mit hohen Kapazitäten und schnellem SSD-Speicher für schnelle Zugriffs- und Ladezeiten. Samsung hat bereits in 2007 Hybrid-Festplatten mit integriertem Flash-Speicher-Cache vorgestellt, aber seitdem keine weiteren Entwicklungen in dem Segment nachgeschoben. Analysten erwarten jedoch, dass die gegenwärtigen Verhandlungen zwischen Seagate und Samsung zu neuen Weiterentwicklungen führen werden. Und nicht zuletzt hat auch Intel neue Hybrid-Geräte angekündigt, die für den optimalen Einsatz über die Thunderbolt -Schnittstelle entwickelt werden.

Was darf der Anwender von SSD im Macbook Pro erwarten?

Als Standard-Ausrüstung bietet das Macbook Pro in allen Modellen immer noch eine herkömmliche Festplatte an - aber alle Modelle erlauben gegen Aufpreis den Austausch der Platte gegen 128, 256 oder 512 GB SSD. Alle Macbook Pros sind für die SATA 3.0-Spezifikation ausgelegt, d.h. sie können den internen Speicher mit sechs GBit pro Sekunde ansprechen und sind damit doppelt so schnell als die Vorgänger-Technologie.

In der Praxis sehen die Kunden jedoch nicht unbedingt die doppelte Geschwindigkeit. Als Grund dafür führen die Experten die Geräte-Controller an. Michael Young, SSD-Analyst bei i-Supply, bestätigt, dass die meisten Ein-/Ausgabe-Operationen bei Geräten nicht kontinuierlich auftreten sondern spontan angefordert werden und damit trotz theoretisch doppeltem Datendurchsatz nur eine bis zu 20 Prozent schnellere Leistung messbar ist. Young erwartet aber, dass zukünftige Entwicklungen bessere SSD-Controller bringen, die folglich höhere Geschwindigkeiten bringen werden.

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