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SCO will Google verklagen

27.11.2003 | 15:15 Uhr |

Der Softwarehersteller SCO, der sich im Besitz der Rechte an Unix und Linux wähnt, macht mit seinen juristischen Anstrengungen weiter ernst.

Nach der Klage gegen IBM wegen Urheberrechtsverletzung will die früher als Caldera bekannte Firma nach einem Bericht unserer US-Schwesterpublikation Linuxworld nun auch den Suchmaschinenbetreiber Google verklagen. Wie eine nicht näher genannte Quelle unsere Kollegen unterrichtet, will SCO mit der Klage gegen ein großes, auf Linux vertrauendes, Unternehmen ein Exempel statuieren. Seit geraumer Zeit hat SCO die Drohung im Raum stehen lassen, gegen Firmen vorzugehen, die ihre Linux-Installationen nicht bei SCO lizensieren wollen, Namen von Kandidaten für den Musterprozess waren bislang nicht bekannt geworden. SCO-CEO Darl McBride hat zwar bestätigt, dass man zusammen mit den Anwälten über die Aussichten von Klagen gegen "sieben oder acht Kandidaten" diskutiere, ob Google auf dieser Liste stehe wollte McBride nicht sagen. SCO will die Klage innerhalb der nächsten 90 Tage einreichen, die Linux-Gemeinde hält die Deadline 17. Februar jedoch für einen Bluff.
Google setzt in seinen Serverfarmen rund 10.000 Linux-Rechner ein, nach der Gebührenordnung von SCO schulden die Suchmaschinenbetreiber den umstrittenen Unix-Eignern rund sieben Millionen Dollar.

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