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SEC beendet Untersuchung von Apples Steuerstrategie

08.10.2013 | 06:38 Uhr |

Die Börsenaufsicht findet bei Apple kein Fehlverhalten - die Bilanz für das vierte Quartal gibt es indes erst später.

Vier Monate nach Beginn der Untersuchung von Apples Steuerstrategie hat die US-Börsenaufsicht SEC diese mit dem Ergebnis eingestellt, keine Verstöße gegen Recht und Gesetz gefunden zu haben.  In einem Brief an das Unternehmen teilte die Behörde mit, die Jahresbilanz von 2012 untersucht zu haben und keine Maßnahmen gegen Apple ergreifen zu wollen. Apple bilanziere seine Auslandsgeschäfte ausreichend, zudem habe der Mac-Hersteller versichert, Anleger noch ausführlicher über seine Finanzen, Steuern und Investitionen im Ausland aufzuklären. Laut SEC bilanziert Apple seine Finanzen im Rahmen der Regeln.

Im Mai hatte ein Ausschuss des US-Kongresses Apple beschuldigt, den "heiligen Gral der Steuervermeidung" gefunden zu haben und seine Steuerlast mit Hilfe von Bilanzierungstricks in den vier Jahren zuvor um 74 Milliarden US-Dollar gesenkt zu haben. In der Tat versteuert Apple seine im Ausland erwirtschafteten Gewinne vor Ort und nicht in den USA, der Löwenanteil ist in Irland gelagert, wo nur rund 15 Prozent Unternehmenssteuern fällig werden. Apple betonte jedoch stets, sein Geld nicht in Steueroasen in der Karibik zu bunkern. Die großen Unterschiede beim Steuersatz hatten unter anderem die kuriose Folge, dass Apple trotz seiner mehr als 100 Milliarden US-Dollar an Barreserven für seine Dividenden- und Aktienrückkaufprogramm Kredite aufnahm - hätte Apple das im Ausland gelagerte Geld in die USA dafür zurückgeholt, wären hohe Steuern fällig gewesen, de Kredite kamen in Zeiten des Niedrigzinses weit günstiger. Apple hat jedoch zusammen mit anderen Firmen Ende vergangenen Jahres Verhandlungen über Steuerreformen angeregt, die es erleichterten, im Ausland erwirtschaftetes Geld zurück i die USA zu holen. Im derzeitigen politischen Klima der USA scheint aber eine derartige Reform nicht auf der Agenda zu stehen.

Indes hat Apple angekündigt, die nächsten aktuellen Geschäftszahlen erst am 28. Oktober vorzulegen und nicht, wie zuletzt vermutet, in der Woche zuvor. Auguren rechneten damit, Apple würde sein jüngstes Mac-Betriebssystem OS X Mavericks am Tag der Bilanzpressekonferenz oder einen Tag danach in den Mac App Store stellen, so wie es bei Mountain Lion im Juli 2012 der Fall war. Ebenso offen ist noch ein Termin, auf dem Apple neue Generationen von iPad und iPad Mini vorstellen und einen genauen Termin und Preise für den Mac Pro nennen könnte. Vom zuletzt kolportierten 15. Oktober ist keine Rede mehr, der 22. Oktober steht nun zur Debatte. Aber auch das könnte Apple sich anders überlegt haben…

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